Chart der Woche

Die Grafik zeigt, welche Phasen des chinesischen Tierkreises die höchsten Renditen für den US-Aktienmarkt liefern. Der blaue Balken stellt die durchschnittliche Rendite seit 1950 dar, der gelbe Punkt markiert die jemals erzielte Höchstrendite.
Wir treten nun in das Jahr des Drachen ein. So beeindruckend der Drache auch sein mag, die Renditen im Jahr der Ziege oder des Ochsen waren deutlich stärker.
Warum das wichtig ist
Mindestens einmal im Jahr warnen wir in diesem Marktbericht vor Scheinkorrelationen. Dabei handelt es sich um scheinbar perfekte Zusammenhänge, die rational keinen Sinn ergeben. Dennoch fallen immer wieder zahlreiche Anleger darauf herein.
Ergänzend zur obigen Grafik hier einige Beispiele:

Die Grafik zeigt die perfekte Korrelation zwischen dem Margarineverbrauch in den Vereinigten Staaten und der Aktienkursentwicklung von Alphabet, dem Mutterkonzern von Google.

Keine Diskussion über Scheinkorrelationen ist vollständig ohne den Schauspieler Nicolas Cage. Das klassische Beispiel ist die nahezu perfekte Korrelation zwischen der Anzahl der Nicolas-Cage-Filme und der Anzahl der Menschen, die jedes Jahr in ihrem eigenen Swimmingpool ertrinken. Über die schauspielerischen Leistungen von Nicolas Cage lässt sich streiten, wobei sein neuester Film, Dream Scenario, durchaus sehenswert ist. Deshalb haben wir uns hier für eine positivere Perspektive entschieden.
Addiert man alle Filme, die Nicolas Cage jemals gedreht hat, ergibt sich eine fast perfekte Korrelation mit dem Wachstum des US-Bruttoinlandsprodukts. Wir hoffen, dass Nicolas Cage noch viele weitere Filme dreht ;-)
Doch zum Abschluss zurück zu den Sternen:

Die Grafik zeigt, dass Anleger in den letzten 90 Jahren deutlich bessere Renditen erzielt hätten, wenn sie nur während der Neumondphasen in den S&P 500 investiert hätten. Sehr beeindruckend, aber man muss diszipliniert bleiben. Dieser Zusammenhang lässt sich nicht erklären.
Fazit: Wer lange genug sucht, findet immer perfekte Korrelationen. Wir raten dringend davon ab, diese als Grundlage für Anlageentscheidungen zu nutzen.
Bei jeder Grafik, die wir verwenden, stellen wir uns daher immer die Frage, ob die dargestellten Zusammenhänge rational erklärbar sind.
Hervorragende Unternehmensergebnisse – keine Spur von einer Rezession.
Bislang haben 78 % aller S&P-Unternehmen ihre Ergebnisse gemeldet und Prognosen für den weiteren Jahresverlauf abgegeben.

Die Grafik zeigt das operative EPS (operativer Gewinn pro Aktie) des S&P 500. Es ist bereits jetzt absehbar, dass ein neuer Rekord erreicht wird.

Die unscheinbare Ziege besiegt den imposanten Drachen | Marmot Finance
Die Grafik zeigt die Wachstumsrate des Gewinns pro Aktie für den S&P 500. Mit einem Anstieg von 16 % sieht auch hier der Ausblick hervorragend aus. Den amerikanischen Unternehmen geht es gut und die Wirtschaft boomt. Bislang gibt es keine Anzeichen für eine mögliche Rezession.

Die Grafik zeigt die erwarteten Gewinne nach Sektoren auf Basis des Bewertungskennzahl des S&P 500, dem erwarteten KGV (blau), im Vergleich zum 25-Jahres-Durchschnitt. Alle Sektoren außer Energie und Versorger liegen über dem Durchschnitt der letzten 25 Jahre, wobei weiteres Gewinnwachstum erwartet wird.

Unsere größte Sorge ist derzeit die Marktbreite. Der Markt wird nur von einer sehr kleinen Anzahl von Unternehmen nach oben getrieben – den „Magnificent 7“: Apple, Microsoft, Alphabet (Google), Amazon, NVIDIA, Meta Platforms (Facebook) und Tesla.
Die Grafik zeigt das erwartete EPS der Magnificent 7 im Vergleich zum restlichen Markt. Die Wachstumsraten der Magnificent 7 dürften sich verlangsamen, während die Dynamik bei den übrigen Unternehmen zunehmen sollte. Dies sollte zu der breiteren Marktbeteiligung führen, auf die wir hoffen.



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