Vermögensverwaltung in der Schweiz

Planung der finanziellen Unabhängigkeit in Basel: ein praktischer Leitfaden

July 26, 2020
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Sophie Steinmann
Planung der finanziellen Unabhängigkeit in Basel: ein praktischer Leitfaden

Ein Plan zur finanziellen Unabhängigkeit zeigt Ihnen präzise auf, wie viel Sie sparen und investieren müssen – und in welcher Reihenfolge –, um das Leben zu finanzieren, das Sie sich tatsächlich wünschen, statt sich an das allgemeine Rentenalter Ihrer Pensionskasse zu halten. Finanzielle Unabhängigkeitsplanung in Basel bedeutet, Ihre Schweizer Vorsorgesäulen, Ihre lokale Steuersituation, Ihre Anlagen und Ihre Liquidität zu einer stimmigen Strategie zu verknüpfen, anstatt jede Komponente als isolierte Entscheidung zu betrachten. Richtig umgesetzt, erhalten Sie eine konkrete Zahl, einen Zeitplan und einen Fahrplan für die Lücken dazwischen.

Das bietet Ihnen ein fundierter Plan:

  • Eine Lückenanalyse, die den Unterschied zwischen Ihrem aktuellen Stand und den tatsächlichen Kosten Ihrer Lebensziele aufzeigt.
  • Vorsorge- und Steuerkoordination über Ihre 1., 2. und 3. Säule hinweg, abgestimmt auf die Basler Steuervorschriften.
  • Ein Anlage- und Liquiditätsplan, der Ihre Risikotoleranz mit einem realistischen Zeitrahmen in Einklang bringt und sicherstellt, dass Sie genügend Barmittel haben, um nie zum falschen Zeitpunkt verkaufen zu müssen.

Wenn Sie jetzt aktiv werden möchten, sind dies die drei ersten Schritte:

  1. Stellen Sie Ihre letzten drei Lohnabrechnungen, Ihren aktuellen Pensionskassenausweis (2. Säule) und alle Zertifikate der Säule 3a zusammen.
  2. Schreiben Sie in einfachen Worten auf, was „finanzielle Unabhängigkeit“ für Sie persönlich bedeutet (ein Alter, ein monatliches Einkommen, ein bestimmter Lebensstil).
  3. Buchen Sie ein Erstgespräch bei einem unabhängigen Honorarberater und bringen Sie beide Unterlagen mit.

Die wichtigsten Erkenntnisse

Die Planung der finanziellen Unabhängigkeit in Basel funktioniert am besten, wenn sie bei Ihren Lebenszielen ansetzt und diese erst im nächsten Schritt in Vorsorge-, Steuer- und Anlageentscheidungen übersetzt.

Point Details
Start with lifestyle, not numbers Define what independence actually looks like for you before calculating a savings target.
Check the fee model first Independent, fee-based advice removes the incentive to recommend specific products.
Gather documents early Payslips, pension statements and your recent tax return speed up the first meeting significantly.
Review annually, or sooner A job change, property sale, or cross-border move all justify an earlier check-in.
Marmot Finance offers a fee-based route Its FINMA-accredited, hybrid model in Basel combines adviser conversations with digital tools and transparent pricing.

Was finanzielle Unabhängigkeitsplanung wirklich bedeutet

Finanzielle Unabhängigkeitsplanung ist eine Lebensgestaltung, die zufällig auch mit Zahlen zu tun hat – es ist kein Verkaufsgespräch für ein Portfolio, das als Beratung getarnt ist. Die besten Berater arbeiten rückwärts: Sie beginnen damit, wie Ihr Leben aussehen soll, und leiten daraus die Spar-, Anlage- und Vorsorgeentscheidungen ab, die Sie dorthin führen. Die Leitlinien von Zürich zur ganzheitlichen Finanzplanung bringen es auf den Punkt: Pläne, die bei den persönlichen Prioritäten beginnen und die Zahlen anschließend einem Stresstest unterziehen, sind meist belastbarer als Pläne, die umgekehrt aufgebaut sind.

Was für die meisten Menschen in Basel verwirrend ist, ist das Vergütungsmodell. Zwei Berater können Ihnen gegenüber sitzen und scheinbar denselben Service anbieten, werden aber auf völlig unterschiedliche Weise bezahlt.

Model Scope of advice Incentive alignment Typical structure
Fee-based, independent Whole-of-market, holistic (pensions, tax, investments, insurance) Adviser paid by you, not by product providers Flat fee, hourly rate, or percentage of assets managed
Commission-led Often narrower, tied to products the adviser can sell Adviser paid by the insurer or fund provider Built into product cost, rarely itemised separately
  • Ein Honorarberater hat keinen Grund, eine bestimmte Versicherung oder einen Fonds gegenüber einem anderen zu bevorzugen, da seine Vergütung in beiden Fällen gleich bleibt.
  • Das Einkommen eines provisionsbasierten Beraters hängt davon ab, welche Produkte Sie kaufen. Das macht die Beratung nicht zwangsläufig falsch, aber Sie sollten kritischer hinterfragen, warum ein bestimmtes Produkt gewählt wurde.
  • Unabhängige Honorarberatung führt für Familien meist zu einer interdisziplinäreren und objektiveren Analyse, gerade weil niemand dafür bezahlt wird, das Gespräch in Richtung eines bestimmten Produkts zu lenken.

Ein weiterer Punkt, den Sie vor einer Unterschrift prüfen sollten: Verfügt die Firma oder der Berater über eine FINMA-Akkreditierung oder eine andere anerkannte Schweizer Zulassung? Das ist zwar keine Qualitätsgarantie, aber ein grundlegendes Signal dafür, dass jemand mit einer zu verlierenden Lizenz hinter der Beratung steht.

Warum ein lebensstilorientierter Plan tatsächlich funktioniert

Ihre Lebensentscheidungen, nicht Ihre Anlagerenditen, entscheiden meist darüber, ob Sie Ihre finanzielle Unabhängigkeit wie geplant erreichen. Zwei Personen mit gleichem Gehalt, die in dieselben Fonds investieren, können in völlig unterschiedlichen finanziellen Situationen landen – einfach deshalb, weil die eine Person drei Monate im Jahr reisen möchte und die andere nicht. Der Plan muss um diesen Unterschied herum aufgebaut sein, nicht um eine allgemeine Sparquote aus einem Magazinartikel.

Hier zahlt sich ein Stresstest aus. Bevor Sie sich auf einen Plan festlegen, prüfen Sie Ihre Zahlen anhand von Szenarien, die für Sie persönlich relevant sind:

  • Jährliche Fernreisen – funktioniert der Plan weiterhin, wenn Sie dauerhaft 8.000 bis 12.000 CHF pro Jahr für Reisen einplanen?
  • Frühzeitige Teilpensionierung – was passiert mit Ihrem Vorsorgeeinkommen und Ihrer Steuersituation, wenn Sie mit 55 statt mit 65 Jahren nur noch zu 60 % arbeiten?
  • Karrierepause aus familiären Gründen – kann Ihr Anlageplan zwei oder drei Jahre ohne Vorsorgebeiträge auffangen?
  • Umzug ins Ausland – bleibt Ihre Vorsorge- und Steuerstruktur intakt, wenn Sie aus beruflichen oder familiären Gründen umziehen?

Profi-Tipp: Führen Sie einen fünfjährigen Reverse-Cashflow-Test durch: Gehen Sie von Ihren angestrebten Lebenshaltungskosten aus und rechnen Sie rückwärts, um zu ermitteln, welche Sparquote und Anlagerendite Sie heute benötigen, um diesen Lebensstil zu finanzieren. Wenn das Ergebnis unrealistisch ist, haben Sie die Lücke gefunden, solange noch Zeit ist, sie zu schließen – anstatt sie erst mit 60 zu entdecken.

Die Kernkomponenten eines Finanzplans

Ein Plan zur finanziellen Unabhängigkeit, der einen dieser Punkte auslässt, ist kein vollständiger Plan, sondern nur eine Teillösung. Jeder Bereich beeinflusst die anderen – genau deshalb führt eine isolierte Betrachtung später zu Problemen.

  • Notgroschen – die meisten Schweizer Finanzplanungsrichtlinien empfehlen, drei bis sechs Monatsausgaben als verfügbares Bargeld zurückzulegen, bevor in andere Bereiche investiert wird.
  • Vorsorgekoordination (1., 2. und 3. Säule) – prüfen Sie, wie AHV, Pensionskasse und private Vorsorge ineinandergreifen, anstatt davon auszugehen, dass sie sich automatisch sinnvoll ergänzen.
  • Anlagestrategie – eine Allokation, die auf Ihren tatsächlichen Zeithorizont und Ihre Risikotoleranz abgestimmt ist, statt eines Standardportfolios.
  • Steueroptimierung – Strukturierung von Einzahlungen, Bezügen und Vermögenswerten, um unnötige Steuerbelastungen langfristig zu minimieren.
  • Versicherungscheck – prüfen Sie, ob Sie bei Produkten mit schlechtem Preis-Leistungs-Verhältnis überversichert sind, während bei existenzbedrohenden Risiken Deckungslücken bestehen.
  • Nachlass- und Erbschaftsplanung – stellen Sie sicher, dass Ihr Vermögen wie gewünscht übertragen wird und die Schweizer Erbregeln keine bösen Überraschungen für Ihre Familie bereithalten.
  • Hypothekar- und Immobilienplanung – entscheiden Sie, ob Sie eine Hypothek amortisieren oder die Differenz investieren wollen, und verstehen Sie die steuerlichen Konsequenzen beider Wege.

Ein guter Berater wird von Ihnen für jeden Bereich eine konkrete Antwort erwarten. Bei der Vorsorgekoordination lautet diese Frage meist: „Was würde es für Ihre diesjährige Steuerrechnung bedeuten, wenn Sie Ihre Säule 2 als Kapital statt als Rente beziehen würden?“ Die Antwort ist selten so einfach, wie Kunden vermuten.

Die Wechselwirkungen zwischen den Komponenten sind der Punkt, an dem die meisten selbst erstellten Pläne scheitern. Ein Kapitalbezug aus der Säule 2 verändert beispielsweise nicht nur Ihr Renteneinkommen, sondern schafft ein einmaliges steuerpflichtiges Ereignis, das auch die Struktur Ihres Nachlasses beeinflussen kann. Wer Vorsorge-, Steuer- und Nachlassplanung als drei getrennte Themen behandelt, erhält am Ende einen Plan, der auf dem Papier gut aussieht, aber bei der ersten Entscheidung in sich zusammenfällt.

Kurzfristige versus langfristige Planung: Was sich im Laufe der Zeit ändert

Ein Plan zur finanziellen Unabhängigkeit ist kein Dokument, das man einmal schreibt und dann ablegt. Es ist ein lebendiges Konstrukt, das seine Prioritäten je nach Lebenssituation verschiebt, und die Meilensteine sehen je nach Zeithorizont unterschiedlich aus.

Kurzfristig (0 bis 2 Jahre):

  1. Bauen Sie Ihre Notreserve auf das Ziel von drei bis sechs Monatsausgaben auf oder ergänzen Sie diese.
  2. Überprüfen Sie Ihren Versicherungsschutz im Hinblick auf Ihre aktuelle Lebensphase.
  3. Maximieren Sie die Einzahlungen in die Säule 3a für das laufende Steuerjahr.

Mittelfristig (3 bis 10 Jahre):

  1. Legen Sie Ihre Hypothekarstrategie fest: Amortisation versus Investition der Differenz.
  2. Bauen Sie ein diversifiziertes Anlageportfolio auf, das auf Ihren tatsächlichen Zeitplan abgestimmt ist.
  3. Überprüfen Sie die Vorsorgekoordination nach jedem Jobwechsel oder grenzüberschreitenden Umzug.

Langfristig (10+ Jahre):

  1. Legen Sie ein angestrebtes Renteneinkommen fest – laut umfassenden Schweizer Finanzplanungsrichtlinien liegt dieses oft bei etwa 70 bis 80 % des letzten Gehalts, um den Lebensstandard zu halten.
  2. Finalisieren Sie die Nachlass- und Erbschaftsstrukturierung.
  3. Planen Sie den Übergang von der Anspar- in die Entnahmephase.

Überprüfen Sie den gesamten Plan grundsätzlich einmal jährlich. Es gibt jedoch Ereignisse, die eine vorgezogene Überprüfung rechtfertigen: ein Job- oder Einkommenswechsel, ein Immobilienverkauf, ein grenzüberschreitender Umzug oder eine Veränderung der familiären Situation wie Heirat oder Erbschaft. Insbesondere Immobilienverkäufe erfordern eine neue Betrachtung, da die steuerlichen Konsequenzen der Grundstückgewinnsteuer Ihre Liquidität und Altersvorsorge erheblich beeinflussen können, wenn sie nicht im Voraus geplant werden.

Wer profitiert und wann sollte man beginnen

Die Planung der finanziellen Unabhängigkeit ist besonders in bestimmten Situationen wichtig, wobei die ehrliche Antwort lautet, dass fast jeder davon profitiert – selbst von einer einfachen Version.

  • Doppelverdiener-Haushalte mit zwei Vorsorgesystemen, zwei Steuersituationen und gemeinsamen langfristigen Zielen.
  • Selbstständige ohne arbeitgeberfinanzierte Vorsorge, die einen Teil der Spararbeit automatisch übernimmt.
  • Berufstätige in der Mitte ihrer Karriere mit ausreichend Vermögen, bei denen das „spätere Kümmern“ echte Opportunitätskosten verursacht.
  • Personen kurz vor der Pensionierung innerhalb der letzten zehn Jahre vor dem Bezug, wo die Reihenfolge der Entscheidungen weniger Spielraum für Fehler lässt.
  • International mobile Fachkräfte und Familien, bei denen in verschiedenen Ländern und Währungen angesammelte Vorsorgegelder aktiv koordiniert werden müssen.

Häufige Auslöser, die Menschen dazu bewegen, sich professionell beraten zu lassen, sind Heirat, die Geburt eines Kindes, Immobilienkauf, Jobwechsel, Erbschaften oder ein grenzüberschreitender Umzug. Nichts davon muss eintreten, damit eine Planung sinnvoll ist. Ein früher Start gibt dem Zinseszinseffekt einfach mehr Zeit, für Sie zu arbeiten – ein Vorteil in der persönlichen Finanzplanung, den man später durch keinen noch so großen Aufwand vollständig ausgleichen kann.

Was Sie von Ihrem ersten Beratungsgespräch erwarten können

Ein strukturierter Planungsprozess folgt einem weitgehend einheitlichen Ablauf, unabhängig davon, ob Sie mit einem Einzelberater oder einer größeren Firma zusammenarbeiten.

  1. Kennenlernen – ein Gespräch über Ihre Ziele, Ihre aktuelle Situation und was „Unabhängigkeit“ für Sie persönlich bedeutet.
  2. Analyse – der Berater prüft Ihre Unterlagen und verschafft sich einen Überblick über Lücken und Optimierungsmöglichkeiten.
  3. Empfehlung – Sie erhalten einen schriftlichen Plan, der Vorsorge, Steuern, Anlagen, Versicherungen und Nachlassfragen abdeckt.
  4. Umsetzung – Konten werden eröffnet, Beiträge angepasst und notwendige Umstrukturierungen vorgenommen.
  5. Überwachung – der Plan wird in festgelegten Abständen überprüft oder bei besonderen Ereignissen früher angepasst.

Eine gute Vorbereitung spart Zeit. Bringen Sie Folgendes mit:

Document Why it matters
Recent payslips Confirms current income and existing pension contributions
Pillar 2 pension statement Shows accumulated occupational pension capital and projected benefits
Pillar 3a/3b certificates Confirms private pension savings and available contribution room
Insurance policies Identifies coverage gaps or overlaps
Recent tax return Establishes your current tax position and cantonal rate
Mortgage paperwork Needed for any property or mortgage strategy decisions

Für die meisten Familien dauert ein vollständiger Plan von der ersten Bestandsaufnahme bis zur fertigen Empfehlung etwa vier bis acht Wochen. Interessanterweise entfallen bei der Finanzplanung für international mobile Kunden in der Schweiz nur 5 bis 10 % der Zeit auf die Auswahl der Anlagen. Der Großteil der Arbeit fließt in die Vorsorge, grenzüberschreitende Steuerfragen und die Cashflow-Strukturierung – ein wichtiger Punkt, den man kennen sollte, bevor man davon ausgeht, dass es bei dem Prozess nur um die Auswahl von Fonds geht.

Was eine professionelle Planung kostet

Unabhängige Berater in der Schweiz berechnen ihre Leistungen meist auf unterschiedliche Weise. Es lohnt sich, bereits vor dem ersten Gespräch zu klären, welches Modell angeboten wird.

  • Stundenhonorar – transparent, aber bei komplexen Plänen schwer zu budgetieren.
  • Pauschalhonorar – ein Festpreis für einen definierten Leistungsumfang, wie etwa eine umfassende Finanzanalyse für die Familie.
  • Prozentsatz des verwalteten Vermögens – üblich für die laufende Anlageberatung nach der Umsetzung des Plans.
  • Hybridmodelle – ein Pauschalhonorar für den ursprünglichen Plan, ergänzt durch eine laufende prozentuale Gebühr für die Verwaltung des Portfolios.

Eine umfassende Finanzanalyse durch einen honorarbasierten Berater kostet in der Regel zwischen 800 und 2.000 CHF. Dies ist ein guter Richtwert, an dem Sie Angebote messen können.

Fragen Sie beim ersten Treffen direkt:

  1. Was genau ist in diesem Honorar enthalten und wann fallen zusätzliche Kosten an?
  2. Ist ein Teil Ihrer Vergütung an Produkte gekoppelt, die Sie mir empfehlen könnten?
  3. Kann ich ein anonymisiertes Muster eines Finanzplans sehen, damit ich weiß, wofür ich bezahle?

Einige Warnsignale sollten Sie ernst nehmen. Seien Sie vorsichtig bei Angeboten, die sofort ein bestimmtes Versicherungs- oder Anlageprodukt in den Vordergrund stellen, bevor Ihre Gesamtsituation erfasst wurde. Ebenso bei Beratern, die nicht klar erklären können, wie sie bezahlt werden, oder die Sie bereits beim ersten Treffen unter Druck setzen, etwas zu unterschreiben. Undurchsichtige Rückvergütungsstrukturen, bei denen nicht erkennbar ist, welcher Teil Ihres Geldes in Gebühren fließt und welcher in die Anlage, sind ein Warnsignal – egal wie professionell die Präsentation wirkt.

So finden Sie den richtigen unabhängigen Berater

Nicht jeder Berater, der sich als unabhängig bezeichnet, arbeitet auch so. Eine kurze Checkliste bewahrt Sie vor bösen Überraschungen.

  • Qualifikationen und regulatorischer Status – achten Sie auf eine FINMA-Akkreditierung oder eine gleichwertige anerkannte Schweizer Qualifikation.
  • Erfahrung mit grenzüberschreitenden Themen und Vorsorge – besonders wichtig, wenn Sie im Ausland gearbeitet haben oder Vermögenswerte in verschiedenen Währungen halten.
  • Gebührentransparenz – Sie sollten innerhalb der ersten fünf Minuten eine klare Antwort zu den Kosten erhalten.
  • Echte Unabhängigkeit – keine Eigentumsverflechtungen mit den empfohlenen Versicherungs- oder Fondsprodukten.
  • Passung zum Kunden – ein Berater, der auf Familien und langfristige Planung spezialisiert ist, ist für diese Aufgabe besser geeignet als jemand, der sich rein auf Trading oder kurzfristige Spekulation konzentriert.

Nützliche Fragen für das Erstgespräch sind: Wie sieht Ihr Planungsprozess Schritt für Schritt aus, was ist das konkrete Endergebnis, kann ich ein anonymisiertes Muster sehen und wie gehen Sie mit Interessenkonflikten um? Vage Antworten auf diese Fragen sollten Sie stutzig machen.

Seien Sie wachsam bei Beratern, die nur über Produkte sprechen statt über Ihre Gesamtsituation, die ihren Prozess nicht in konkreten Schritten beschreiben können oder die Sie zu einer Entscheidung drängen, bevor Sie die Zahlen in Ruhe prüfen konnten. Ein Berater, der von seiner Arbeit überzeugt ist, hat keinen Grund, Sie zu überstürzen.

Ein Musterplan: So sieht das in der Praxis aus

Stellen Sie sich ein Paar in den Vierzigern vor, beide berufstätig, mit Hypothek, einer Vorsorge aus einem früheren Arbeitsverhältnis im Ausland und einer Schweizer Säule 2, die erst seit wenigen Jahren besteht. Die Situation ist nicht ungewöhnlich, aber die einzelnen Bausteine waren bisher nicht aufeinander abgestimmt.

Phase 1 (Monat 1): Der Berater sammelt Unterlagen und führt das Kennenlerngespräch. Der Kunde stellt Vorsorgeausweise aus beiden Ländern sowie aktuelle Steuerunterlagen zur Verfügung.

Phase 2 (Monate 2 bis 3): Die Analyse deckt eine Lücke auf: Die ausländische Vorsorge wird nicht korrekt auf das Schweizer Rentenziel angerechnet, und die Hypothekenstrategie kostet das Paar mehr an Zinsen, als sie durch die bescheidenen Renditen auf das beiseitegelegte Bargeld gewinnen würden.

Phase 3 (Monate 4 bis 6): Die Umsetzung des Plans beginnt: Die Pensionskassenkoordination wird dokumentiert, es wird entschieden, einen Teil der Hypothek abzulösen, und für die verbleibende Liquidität wird ein diversifizierter Anlageplan erstellt.

Hands adjusting calculator for plan implementation

Phase 4 (Monat 12): Nach zwölf Monaten hat die Familie eine klarere Prognose für ihr Renteneinkommen, eine Hypothekenstrategie, die ihrer tatsächlichen Risikotoleranz entspricht, und einen konsolidierten Überblick über ihre gesamte Vorsorgesituation anstelle von zwei getrennten Töpfen.

Profi-Tipp: Wenn Sie in mehr als einem Land gearbeitet oder Pensionskonten geführt haben, fragen Sie Ihren Berater gezielt danach, wie mit Währungsrisiken über diese Konten hinweg umgegangen wird. Wo das Geld liegt und in welcher Währung es gehalten wird, ist für den langfristigen Erfolg meist wichtiger als die Auswahl einzelner Fonds – ein Punkt, der in Finanzplanungsgesprächen für Expats oft unterschätzt wird.

Nach einem ersten Treffen dieser Art sind die nächsten Schritte immer gleich: Bestätigen Sie die schriftlichen Empfehlungen in einem Nachbereitungsschreiben, setzen Sie sich Kalendererinnerungen für die Umsetzungstermine und vereinbaren Sie noch vor Ort den ersten jährlichen Überprüfungstermin.

Warum Lebensstil-Disziplin wichtiger ist als perfekte Tabellenkalkulationen

Die gängige Meinung zur finanziellen Unabhängigkeit betrachtet diese als reines mathematisches Problem: Sparrate erreichen, Zielsumme erreichen, in Rente gehen. Dieser Ansatz übersieht den eigentlichen Schwachpunkt, der selten in der Mathematik liegt. Es ist die Diskrepanz zwischen dem Plan auf dem Papier und dem Leben, das man tatsächlich führen möchte.

Ich bin zu der Überzeugung gelangt, dass der größte Nutzen eines Plans nicht in der Berechnung einer Zahl liegt, sondern darin, ein ehrliches Gespräch über Kompromisse zu erzwingen, bevor diese zu erzwungenen Entscheidungen werden. Eine Familie, die von Anfang an beschließt, jedes Jahr zu reisen und dies einplant, steht am Ende besser da als eine Familie, die Reisekosten im ersten Jahr ignoriert und sich dann wundert, warum ihre Prognosen ständig abweichen. Disziplin bedeutet nicht nur Sparen. Sie bedeutet, frühzeitig konkret zu definieren, wofür man spart, damit der Plan dies auch berücksichtigen kann.

Travel planner and coffee cup on table

Deshalb ist auch die Unabhängigkeit der Beratung selbst so wichtig. Ein Plan, der von jemandem erstellt wurde, der kein Interesse daran hat, welches Produkt Sie kaufen, ist ein Plan, der sich um Ihr Leben dreht und nicht um seine Provision. Die Prüfung auf eine Qualifikation wie die FINMA-Akkreditierung ist keine bürokratische Pflichtübung, sondern der einfachste Filter, um festzustellen, ob die Beratung, die Sie erhalten, wirklich in Ihrem Interesse ist.

Wenn es eine Sache gibt, die Sie nach dem Lesen dieses Artikels tun sollten, dann ist es die am wenigsten glamouröse: Stellen Sie diese Woche Ihre Vorsorgeausweise und Ihre letzte Steuererklärung zusammen, solange die Motivation noch frisch ist.

Wie Marmot Finance Ihren Plan unterstützt

Marmot Finance ist ein unabhängiger, honorarbasierter Vermögensverwalter, der speziell für Frauen und Familien entwickelt wurde, die einen Plan suchen, der bei ihrem Leben ansetzt und nicht bei einem Produktkatalog. Das bedeutet: keine provisionsgetriebenen Empfehlungen, ein hybrides Modell, das persönliche Gespräche mit einem lizenzierten Berater mit digitalen Tools kombiniert, mit denen Sie Ihren Plan zwischen den Treffen klar im Blick haben, sowie eine Preisgestaltung, die von Anfang an transparent ist und nicht im Kleingedruckten versteckt wird.

Wenn Basel Ihr Zuhause ist und Sie wissen möchten, wie es um Ihre Vorsorge, Ihre Steuersituation und Ihre Anlagen wirklich steht, ist der Vermögensverwaltungs-Service in Basel von Marmot Finance ein sinnvoller Ausgangspunkt, ergänzt durch das breitere Angebot an Vermögensverwaltung, das verwaltete Portfolios und beratende Unterstützung umfasst. Über 350 Frauen haben die Beratung von Marmot Finance bereits genutzt, um einen Plan zu erstellen, der auf ihren tatsächlichen Zielen basiert und nicht auf einer Standardvorlage.

Marmot Finance ist FINMA-akkreditiert, und ein kurzes, kostenpflichtiges Kennenlerngespräch ist Standard, bevor Empfehlungen ausgesprochen werden. So wissen Sie von Anfang an genau, wofür Sie bezahlen. Wenn Sie einen ersten Schritt mit geringerem Engagement bevorzugen, bietet Ihnen das Money Makeover Quiz mit Planungsleitfaden einen sofortigen Überblick über Ihre finanzielle Situation, bevor Sie einen Termin buchen.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine Finanzplanung für die Unabhängigkeit in Basel? Eine umfassende finanzielle Familienberatung durch einen honorarbasierten Berater kostet in der Regel zwischen 800 und 2.000 CHF, abhängig von der Komplexität Ihrer Vorsorge, Steuersituation und Vermögenswerte.

Wie lange dauert es, einen vollständigen Finanzplan zu erstellen? Die meisten Familien gelangen innerhalb von vier bis acht Wochen vom ersten Kennenlerngespräch zu einem fertigen Satz an Empfehlungen, wobei die Umsetzung in den darauffolgenden Wochen erfolgt.

Benötige ich ein großes Vermögen, um davon zu profitieren? Nein. Doppelverdiener, Selbstständige und Berufstätige in der Mitte ihrer Karriere mit bescheidenem, aber wachsendem Vermögen profitieren oft am meisten, da Lücken, die früh erkannt werden, weitaus kostengünstiger zu schließen sind als solche, die erst mit 55 Jahren entdeckt werden.

Was ist der Unterschied zwischen einem Finanzplaner und einem Anlageberater? Ein Finanzplaner betrachtet Ihre gesamte Situation – Vorsorge, Steuern, Versicherungen, Nachlass und Anlagen – als Ganzes. Ein Anlageberater konzentriert sich in der Regel eng auf die Portfolioauswahl, was nur einen Teil des Gesamtbildes darstellt.

Ist eine unabhängige Beratung immer besser als eine provisionsbasierte? Unabhängige, honorarbasierte Beratung ist in der Regel objektiver, da der Berater nicht unterschiedlich bezahlt wird, je nachdem, was Sie kaufen. Dennoch sollten Sie immer genau prüfen, wie ein Berater vergütet wird, bevor Sie sich auf seine Empfehlungen verlassen.

Dieser Artikel enthält allgemeine Informationen zur Finanzplanung und stellt keine personalisierte Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Klären Sie Ihre spezifische Situation mit einem qualifizierten, lizenzierten Berater, bevor Sie Entscheidungen treffen.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt nicht die Beratung durch einen qualifizierten Finanzberater. Konsultieren Sie einen qualifizierten Finanzexperten bezüglich Ihrer persönlichen Umstände, bevor Sie aufgrund der hier gemachten Angaben handeln.

Quellen

  • Was macht ein Finanzplaner für Expats in der Schweiz eigentlich? - ROSBOTHAM FINANCE - Finanzplanung einfach gemacht für Expats

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Dieser Artikel dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Entscheidungen bezüglich Ihres Portfolios sollten auf Ihren persönlichen Umständen, Ihrer Risikobereitschaft, Ihren Liquiditätsbedürfnissen und professioneller Beratung basieren.

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