Chart der Woche

Quelle: Isabelnet, 18.08.2022

Die Grafik zeigt die Aufteilung des US-Bruttoinlandproduktes und der Gewinn des S&P 500 nach Gütern und Dienstleistungen. Es fällt sofort auf, dass die beiden Indikatoren anders aufgebaut sind.Das Wirtschaftswachstum wird vor allem vom Dienstleistungssektor dominiert, die Gewinne des breiten Marktindex aber vom Gütersektor.

Warum das wichtig ist

Wenn Wirtschaftszahlen publiziert werden, wird in der Presse meist nur die Gesamtzahl erwähnt (die sogenannte Headline-Figure). Hier ist es immer wichtig, genau hinzuschauen. Erfolgt die aktuelle Wirtschaftsabkühlung eher im Güter oder im Dienstleistungssektor? Je nachdem wird dies die Börse mehr oder weniger beeinflussen.

Die US-Notenbank zerstört alle Hoffnungen auf langsamer steigende Zinsen

Viele der in den letzten Wochen publizierten Wirtschaftsdaten (Gewinnausweise der  Restaurant-Ketten, private Einkommen und Konsumausgaben, Bautätigkeit, etc.) zeigen klar auf, dass sich die Wirtschaft merklich abkühlt.

Quelle: Isabelnet, 27.08.2022

Die Grafik zeigt die Entwicklung der Hauspreise (gemäss dem Case-Shiller Index) und eines Indikators, der aus verschiedenen Subindikatoren aus dem Hausbereich, wie der Anfrage nach neuen Hypotheken oder der Bautätigkeit abgeleitet wird. Dieser Indikator hat meistens eine gute Prognosekraft. Er deutet aktuell auf eine massive Abkühlung im Haussektor und tiefere Häuserpreise hin.

uelle: Isabelnet, 27.08.2022

Die Grafik zeigt, mit welcher Wahrscheinlichkeit aktuell die Marktteilnehmer mit einer Rezession rechnen. Diese Wahrscheinlichkeit kann je nach Lage der Zinskurve berechnet werden. Die Publikation der letzten Wochen, die auf eine Wirtschaftsabkühlung hindeuten, haben die Wahrscheinlichkeit für eine Rezession steigen lassen.

Deshalb kamen bei vielen Marktteilnehmern die Hoffnungen auf, dass die amerikanische Notenbank die Zinserhöhungen etwas runterfahren könnte.

An einer Rede an der Jackson-Hole Tagung, in der sich alle Notenbanker von Rang, jedes Jahr treffen, hat Jerome Powell, der Chef der US-Notenbank, in einer Rede am Freitag klargemacht, dass es eine Abschwächung der Zinserhöhungen nicht geben wird.

Viele Börsenbeobachter erinnern sich an eine ähnliche Situation 2008, in der eine Rede des US-Notenbankchefs einen Mini-Crash auslöste und die Börse 15 % einbrach. Wir glauben aktuell nicht an ein solches Szenario, aber aktuell sind die Märkte sehr nervös und hohe Tagesschwankungen treten oft auf. Aktuell braucht man starke Nerven und eine klare langfristige Anlagestrategie, um nicht im dümmsten Moment zu kaufen oder zu verkaufen.

Quelle: Isabelnet, 27.08.2022

Wir haben in unserem Blog schon mehrmals darauf hingewiesen, dass normalerweise nach der 2-3. Zinserhöhung der US-Notenbank, es eine Trendwende bei der Kapitalisierung gibt. Ab dem Zeitpunkt beginnt die  Rendite von klein-kapitalisierten Titel besser zu werden, als die von den bekannten grossen Titeln (Large Caps). Bisher ist von dieser Trendwende noch nichts zu sehen. Nach wie vor liefern die grossen bekannten Titel eine bessere Rendite bzw. sinken weniger als die Aktien kleiner Unternehmen. Wir haben deshalb in den Portfolios auch noch keine Umschichtungen vorgenommen, da wir zuerst einen Beweis für unsere Theorie sehen wollen.

Quelle: Isabelnet, 26.08.2022

Die Grafik zeigt den von BCA Research berechneten USD-Index und die Abweichung von der inneren Parität zu der fairen Bewertung. Die Abweichung ist so gross wie das letzte Mal 1980. Im letzten Blogartikel haben wir darauf hingewiesen, dass die meisten institutionellen Anleger den USD als überbewertet anschauen. Aktuell basiert die USD-Stärke vor allem auf dem Krieg in der Ukraine und der Flucht in die Weltwährung (die der USD immer noch ist). Die weit stärkeren Zinserhöhungen in den USA als in Europa tragen weiter dazu bei.

Hier sei darauf hingewiesen, dass der kleinste Hoffnungsschimmer, der Krieg in der Ukraine könnte bald beendet sein, zu einem sehr starken und schnellen Umschwung führen kann.

Quelle: Tiwitter, Julian Timmer, @TimmerFidelity, 22.08.2022

Die Grafik zeigt, wie stark in der seit 1929 Gegenbewegungen in einem Abwärtstrend (sogenannte Bear Market Rallies) waren. Der S&P 500 hat 53 % seines Rückgangs aufgeholt, und das ist das Maximum einer Bärenmarktrallye. Wir sehen dann auch die aktuelle Marktkorrektur als normale Gegenbewegung an und nicht als Start einer grossen neuen Abwärtsbewegung.

Zusätzliche Bildquellen: Anfangsgrafik Designed by Freepik

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