Der Fear & Greed Index steht auf unter 50 und ist damit im Fear Bereich. Was heißt das für Anleger? Wir klären auf.

Chart der Woche

Quelle: CNN Money, 27.11.2021
Quelle: CNN Money, 27.11.2021

Die Anleger werden von zwei Emotionen angetrieben: Angst und Gier. Zu viel Angst kann dazu führen, dass die Aktienkurse weit unter den Wert sinken, den sie haben sollten (und es kommt bald zu einem starken Anstieg der Märkte). Wenn Anleger gierig werden, können sie die Aktienkurse weit in die Höhe treiben (und ein Crash ist nahe).

Warum das wichtig ist:

Innerhalb von nur einer Woche ist der Index von 69 (Gier) auf 31 (Angst) gesunken. Ein solch schneller Umschwung ist selten. Im langfristigen Vergleich kommt es nach einem solchen starken Umschwung in der Anlagestimmung, meist zu einer starken Gegenreaktion. Es deutet alles darauf hin, dass die Marktunruhen der letzten Woche zu einer starken Übertreibung geführt haben und sich die Märkte wieder erholen werden.

Omikron löst Panik aus

Quelle: Mediarum Search, FT, 27.11.2011

Auf den ersten Blick ist die Grafik wirklich Besorgnis erregend. Die Variante scheint sehr viel ansteckender zu sein. Aber die Angaben basieren auf sehr wenigen Zahlen. Zudem ist die Variante in Regionen aufgetreten, in denen es bisher nur wenig Infizierte gab und die Impfrate gering war. Ob sich Omikron auch in den USA oder Europa so stark verbreitet, in denen er starke Konkurrenz von anderen Varianten hat und viele geimpft sind, wird sich noch zeigen müssen.


Zudem sind die Regierungen in den Industrieländer nach 1.5 Jahren Covid intelligenter geworden und werden Wege suchen, um die Isolation sicher zu stellen und die Wirtschaft nicht komplett an die Wand zu fahren. Und nicht zu vergessen, ist die helfende Hand der Notenbanken.


Aus diesen Überlegungen sind Institutionelle Anleger auch daran, ihre Marktpositionen aufzubauen:

Quelle: WallStreetCourier, 27.11.2021

Der Smart Money Flow Index (SMFI) basiert auf der Idee des Smart Money Index (SMI) von Don Hays, verwendet jedoch einen etwas anderen Zeitraum und eine andere Formel, um emotionale Transaktionen aus dem Kursverlauf des Dow Jones Industrial Average zu entfernen.

Die Grafik zeigt auf, dass die grossen und gut informierten Anleger (Smart Money) die letzte Woche genutzt haben, um Positionen aufzubauen. Der Abverkauf am Freitag wurde vor allem durch Privatinvestoren getrieben. Das stimmt zuversichtlich. In Kombination mit dem Fear & Greed Index liegt die Schlussfolgerung nahe, dass es sich um eine kurze Korrektur handelt und es jetzt nicht zu einem grossen Markteinbruch kommen sollte.

Jerome Powell darf weitermachen

Quelle: Watson, 23.11.2021

Der aktuelle Notenbankchef Jerome Powell wurde vor 4 Jahren von Donald Trump nominiert und seine Amtszeit läuft bald ab. Nun hat der US-Präsident Joe Biden entschieden Powell für eine weitere zweite Amtszeit vorzuschlagen. Damit sendet Biden ein starkes Signal an die Anlagemärkte, dass ihm Stabilität in der aktuell turbulenten Covid-Zeit wichtiger ist als Parteipolitik.

Die Gegenkandidatin und der Liebling der linken Demokraten war Lael Brainard. Sie wollte die Notenbank stärker für den ökologischen Umbau der Wirtschaft einsetzten. So löblich dieses Vorhaben ist, politische Aktionen sind in der Notenbank fehl am Platz. Ihre Glaubwürdigkeit würde damit sinken. Wenn man über Regulierung mehr Ökologie in die Finanzmärkte bringen will, muss man diese Aufgabe dem Finanzministerium übertragen und nicht den Notenbanken.


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