Ja. Wenn Sie sich eine persönliche Vermögensverwaltung in Kombination mit Finanzcoaching wünschen – statt einer umfassenden administrativen Family-Office-Betreuung für Trusts und Nachlassstrukturen –, dann ist dieses Angebot genau das Richtige für Sie. Marmot Finance ist ein Beispiel dafür: ein FINMA-akkreditierter, hybrider Vermögensverwalter für Frauen und Familien in der Schweiz und Europa, der Konten in CHF, EUR und USD führt.
Dieser Artikel behandelt keine umfassende Single- oder Multi-Family-Office-Administration, das heißt Trust-Strukturen, Erbrecht oder dediziertes Concierge-Personal. Dies ist eine andere Dienstleistung für eine andere Art von Klientel.
- Das Fazit: Coaching-orientierte Vermögensverwaltung ist verfügbar und oft die bessere Wahl als ein klassisches Family Office.
- Für wen es geeignet ist: Frauen und Familien, die einen maßgeschneiderten Plan suchen und keine Bürokratie.
- Was nicht enthalten ist: Nachlassverwaltung, Trust-Strukturierung, generationsübergreifende Concierge-Dienste.
Die wichtigsten Erkenntnisse
Coaching-orientierte Vermögensverwaltung funktioniert am besten, wenn sie eine schriftliche Anlagestrategie mit regelmäßiger Vorsorgeprüfung und konsequenter persönlicher Begleitung kombiniert.
Was bedeutet „Family-Office-Dienstleistungen“ in diesem Kontext?
Der Begriff „Family Office“ wird online oft vage verwendet und kann alles bedeuten – von einer einzelnen Assistenzkraft, die den Haushalt einer wohlhabenden Familie verwaltet, bis hin zu einem multidisziplinären Team, das sich über drei Länder hinweg um Steuern, Trusts und Immobilien kümmert. Davon handelt dieser Artikel nicht.
Hier verstehen wir unter Family-Office-Dienstleistungen etwas Spezifischeres, das für die meisten Leserinnen und Leser nützlicher ist: persönliche Vermögensverwaltung, Finanzplanung, Coaching, digitale Tools und kontinuierliche Weiterbildung. Keine Trust-Verwaltung. Kein treuhänderischer Papierkram für eine Familienstiftung. Kein Concierge-Personal, das Ihre Urlaube bucht.
In der Praxis bedeutet das ein spezifisches Leistungsangebot:
- Portfolioaufbau ausgerichtet auf Ihre Ziele, Ihren Zeithorizont und Ihre Risikobereitschaft – kein generisches Modellportfolio.
- Vorsorgeanalyse, bei der wir Ihre Situation im Drei-Säulen-System (AHV, berufliche Vorsorge und private Säule 3a) betrachten, um Lücken frühzeitig zu erkennen.
- Säule 3a-Planung, inklusive Empfehlungen zur Beitragshöhe und der steuerlich optimalen Struktur.
- Coaching-Sitzungen, in denen Sie verstehen, was mit Ihrem Geld passiert und warum – statt nur einen Quartalsbericht zu erhalten.
- Konsolidiertes Reporting, damit Sie mehrere Konten oder Währungen in einer übersichtlichen Darstellung im Blick haben.
- Mehrwährungsfähigkeit, besonders nützlich, wenn Sie Vermögenswerte oder Einkünfte in CHF, EUR und USD halten.
Was wir bewusst nicht anbieten: Nachlass- und Stiftungsverwaltung, das Erstellen Ihrer Steuererklärung sowie umfassende Concierge- oder Treuhanddienste, wie sie ein großes Single-Family-Office bietet. Wenn Sie jemanden suchen, der einen Familientrust über verschiedene Rechtsordnungen hinweg verwaltet, umfassende Family-Office-Dienstleistungen sind ein völlig anderes Thema.
Profi-Tipp: Fragen Sie jeden Anbieter schriftlich danach, welche dieser sechs Leistungen standardmäßig enthalten sind und welche extra kosten. Vage Antworten sind hier das deutlichste Warnsignal.
Wer profitiert tatsächlich von dieser Art der Dienstleistung?
Drei Gruppen ziehen in der Regel den größten Nutzen aus einer coaching-basierten Vermögensverwaltung.
Frauen, die nach einer Karrierepause, Scheidung oder Teilzeitbeschäftigung ihre finanzielle Unabhängigkeit neu aufbauen, profitieren besonders, da Schweizer Vorsorgedaten zeigen, dass Teilzeitarbeit und Erwerbsunterbrechungen die Hauptursachen für die Rentenlücke zwischen den Geschlechtern sind. Eine Vorsorgeanalyse, die dies frühzeitig erkennt, ist weitaus wertvoller als eine, die erst mit 60 erfolgt.
Familien, die mehrere Konten, Währungen oder Länder verwalten müssen, sind hier ebenfalls gut aufgehoben – insbesondere, wenn sie einen koordinierten Plan wünschen, statt drei verschiedene Berater, die nicht miteinander kommunizieren.

Die dritte Gruppe sind Personen mit investierbarem Vermögen, die ihr Geld tatsächlich verstehen wollen, anstatt es nur auszulagern und zu vergessen. Coaching funktioniert nur, wenn man sich auch aktiv einbringt.
Dennoch gibt es einige Voraussetzungen:
- Sie sollten über investierbares Vermögen verfügen, das über einen Notgroschen hinausgeht, denn für den Aufbau eines Portfolios muss eine Basis vorhanden sein.
- Ihre Situation sollte komplex genug sein, um einen Plan zu erfordern (mehrere Rentenansprüche, Einkommen in verschiedenen Währungen, auszugleichende Karrierepausen), aber nicht so komplex, dass Treuhänder erforderlich sind.
- Wenn Ihr Bedarf die Nachfolgeplanung für ein Familienunternehmen, Trusts in mehreren Rechtsordnungen oder die Koordination von Anwälten und Steuerspezialisten in verschiedenen Ländern umfasst, ist ein vollwertiges Family Office die bessere Wahl. Coaching kann das nicht lösen. Struktur schon.
Wie wählen Sie einen Anbieter aus, ohne auf die Nase zu fallen?
Die Gebührenstrukturen in der Vermögensverwaltung sind nicht immer transparent, also beginnen Sie dort.
- Fragen Sie, ob die Gebühren auf Basis des verwalteten Vermögens (AUM), auf Stundenbasis oder als pauschale Coaching-Gebühr erhoben werden, und lassen Sie sich den genauen Prozentsatz oder Betrag schriftlich geben.
- Bestätigen Sie, dass das Unternehmen über eine FINMA-Akkreditierung oder eine gleichwertige behördliche Aufsicht verfügt, und fragen Sie, was dies in der Praxis abdeckt.
- Fragen Sie nach Nachweisen, dass sie speziell mit Frauen und Familien gearbeitet haben, nicht nur mit wohlhabenden Privatpersonen im Allgemeinen. Die Beratung unterscheidet sich hierbei.
- Prüfen Sie, ob Konten bei Bedarf tatsächlich CHF, EUR und USD verarbeiten können und wer die Verwahrung Ihrer Vermögenswerte übernimmt.
- Fordern Sie ein Muster für die Anlagestrategie an, bevor Sie etwas unterschreiben, damit Sie wissen, womit Sie sich tatsächlich einverstanden erklären.
Wenn Sie mit einem potenziellen Berater zusammensitzen, fragen Sie direkt nach Ihrem AHV-Ausweis, Ihrer Situation in der zweiten Säule (Pensionskasse) und Ihren Optionen für die Säule 3a. Fragen Sie, wie die Coaching-Sitzungen strukturiert sind und wie oft Sie Berichte erhalten. Fragen Sie ganz offen, ob sie Provisionen für empfohlene Produkte erhalten.
Profi-Tipp: Wenn ein Anbieter garantierte Renditen verspricht, nehmen Sie Abstand. Kein seriöser Vermögensverwalter garantiert eine Marktentwicklung; wer das tut, versteht entweder das Risiko nicht oder verheimlicht etwas.
Warnsignale, die Sie beachten sollten: Gebührenstrukturen, die niemand klar erklären kann, das Fehlen einer schriftlichen Anlagerichtlinie und unklare Verwahrungsvereinbarungen für Ihr Vermögen.
Was passiert nach der Anmeldung und was kostet das Ganze?
Das Onboarding bei den meisten Anbietern in diesem Bereich läuft ähnlich ab.
- Ein Kennenlerngespräch oder eine Bestandsaufnahme, bei der Sie Ihre Ziele, Ihre familiäre Situation und Ihre aktuellen Konten besprechen.
- Zusammenstellung von Renten- und Kontoauszügen, einschließlich AHV, Pensionskasse und etwaiger Säule-3a-Policen.
- Ein Risikoprofil und eine schriftliche Anlagerichtlinie, die vor jeder Geldanlage vereinbart werden.
- Kontoeröffnung und Übertragungen, was je nach Ihren bisherigen Anbietern einige Wochen in Anspruch nehmen kann.
- Erste Coaching-Sitzungen, um den Plan durchzugehen und Fragen zu beantworten.
Danach können Sie standardmäßig vierteljährliche Berichte, eine jährliche Überprüfung mit Fokus auf Rentenoptimierung sowie Coaching-Folgetermine nach Ihrem persönlichen Zeitplan erwarten. Gezielte Finanzbildung für Frauen funktioniert in der Regel am besten, wenn sie mit konkreten, regelmäßigen Check-ins verbunden ist, anstatt nur eine einmalige Sitzung zu sein.
Was die Kosten betrifft, erheben die meisten Anbieter in dieser Nische eine Verwaltungsgebühr basierend auf dem verwalteten Vermögen sowie eine separate Coaching- oder Beratungsgebühr. Die Kosten hängen von folgenden Faktoren ab: Komplexität des Portfolios, Grad der Individualisierung der Strategie und Umfang des tatsächlich genutzten Coachings. Ein einfaches Portfolio in einer Währung mit wenig Coaching kostet weniger als eine Multi-Währungs-Strategie mit Rentenumstrukturierung und monatlichen Sitzungen.
Wie setzt Marmot Finance das konkret um?
Marmot Finance setzt auf ein Hybridmodell: persönliche Beratung kombiniert mit digitalen Tools, die speziell für Frauen und Familien entwickelt wurden und nicht einfach von einer allgemeinen Vermögensverwaltung übernommen wurden.
- FINMA-akkreditiert, für Kunden in der Schweiz und Europa.
- Kontoführung in CHF, EUR und USD möglich.
- Ein Money Makeover Quiz das Ihnen vor dem ersten Gespräch einen ersten Überblick über Ihre finanzielle Situation verschafft.
- Ein digitaler Finanzplaner, der das menschliche Coaching ergänzt, anstatt es zu ersetzen.
- Bildungsressourcen und Community-Unterstützung für Kundinnen in ähnlichen Lebensphasen.
- Bisher haben über 350 Frauen die Dienste von Marmot in Anspruch genommen, unter anderem in regionalen Gebieten wie Dienstleistungsseite Küsnacht.
Die Lücke zwischen einem Finanzplan und dessen tatsächlicher Umsetzung ist der Punkt, an dem die meisten Menschen den Anschluss verlieren. Eine schriftliche Anlagestrategie, kombiniert mit einem kurzen Quiz und einem Coach, der regelmäßig nachhakt, schließt diese Lücke weitaus zuverlässiger als ein PDF-Bericht, den niemand ein zweites Mal liest.
Der Ansatz von Marmot spiegelt einen breiteren Trend bei den Berichtsstandards von Family Offices wider: Konsolidierte Berichterstattung und ein klarer Überblick über das Vermögen sind entscheidend, auch wenn der vollständige Verwaltungsapparat eines traditionellen Family Office nicht erforderlich ist.
Ein Hinweis zu Coaching und Vorsorgelücken
Coaching ist sein Geld nur wert, wenn es das Verhalten verändert. Meiner Erfahrung nach funktioniert es am besten, wenn man Vorsorgethemen als ein Ziel betrachtet, auf das man hinarbeitet, und nicht als ein Problem, das man im Stillen verwalten muss. Eine Frau, die eine berufliche Auszeit genommen hat, ist nicht durch eigenes Verschulden im Rückstand; sie ist im Rückstand, weil das Drei-Säulen-System nicht für Unterbrechungen ausgelegt ist. Ein kalkulierter, schriftlicher Plan zur Schließung dieser Lücke, der jährlich überprüft wird, bewirkt mehr als jedes einzelne beunruhigende Gespräch.
Bereit, Ihren Status quo zu prüfen?
Wenn Sie in Küsnacht zu Hause sind oder generell über eine hybride Vermögensverwaltung nachdenken, ist der nächste praktische Schritt ganz einfach. Machen Sie das Money Makeover Quiz von Marmot Finance, um einen ersten Überblick über Ihre Finanzen zu erhalten. Legen Sie dann Ihren AHV-Ausweis, Ihren aktuellen Pensionskassenausweis und Details zu allfälligen Säule-3a-Policen bereit, bevor Sie ein erstes Beratungsgespräch buchen.
Der Vermögensverwaltungsdienst von Marmot Finance deckt genau das in diesem Artikel beschriebene Modell aus personalisierter Anlage und Coaching ab. Die Seite für Küsnacht vermittelt einen genaueren Eindruck davon, wie ein erstes Treffen vor Ort abläuft. Bringen Sie Ihre Vorsorgeunterlagen, eine grobe Vorstellung Ihrer Ziele und Ihre Fragen mit. Das reicht völlig aus, um zu starten.
Häufig gestellte Fragen
Ist das dasselbe wie ein traditionelles Family Office? Nein. Dieser Dienst konzentriert sich auf Vermögensverwaltung, Vorsorgeplanung und Coaching. Ein traditionelles Family Office übernimmt zusätzlich die Treuhandverwaltung, Nachlassplanung und Concierge-Dienste, die nicht Gegenstand dieses Artikels sind.
Benötige ich ein Mindestvermögen, um diesen Service nutzen zu können? Es gibt keine allgemeingültige Untergrenze, aber Sie sollten über investierbares Vermögen verfügen, das über Ihre täglichen Ersparnisse hinausgeht, damit der Aufbau eines Portfolios sinnvoll ist. Ihr Berater kann Ihnen in einem Erstgespräch erläutern, was zu Ihrer Situation passt.
Wie passt die Säule 3a in einen personalisierten Anlageplan? Die Säule 3a bietet Steuervorteile und ist eine der empfohlene praktische Tools zur Schließung von Vorsorgelücken, insbesondere für Frauen mit Erwerbsunterbrechungen. Ein guter Berater betrachtet dies im Zusammenhang mit Ihrer AHV- und Pensionskassensituation und nicht isoliert.
Kann Marmot Finance Konten in verschiedenen Währungen verwalten? Ja. Marmot Finance verwaltet Konten in CHF, EUR und USD, was ideal für Kunden mit Einkommen, Vermögenswerten oder familiären Bindungen in der Schweiz und Europa ist.
Was ist, wenn sich herausstellt, dass ich ein vollständiges Family Office benötige? In manchen Fällen ist das sinnvoll, insbesondere wenn es um Nachfolgeplanung, länderübergreifende Trusts oder Unternehmensstrukturen geht. In diesem Fall lohnt es sich, umfassende Family-Office-Dienstleistungen unabhängig von dem in diesem Artikel beschriebenen Coaching-Modell zu prüfen.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Beratung durch einen qualifizierten Finanzberater. Konsultieren Sie einen qualifizierten Finanzexperten bezüglich Ihrer persönlichen Situation, bevor Sie aufgrund dieser Informationen handeln.
Quellen
- Vorsorge in der Schweiz: Was Frauen jetzt über AHV, Pensionskasse & Säule 3a wissen müssen — womenmatter/s
- Finanzberatung für Frauen: Ihr Weg zur finanziellen Unabhängigkeit - Everon AG
- Female Finance: Tipps für Frauen zum Thema Finanzen — ZKB
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