Chart der Woche

Der Chart zeigt, dass die Aktienmärkte vor einer Rezession häufig nach unten korrigieren. Seit 1945 lag der Rückgang im Durchschnitt bei 24 %. Aktuell hat der US-Aktienmarkt seit seinem Höchststand im letzten Jahr 34 % verloren.
Warum das wichtig ist
Sie fragen sich vielleicht: „Welche Rezession?“. Und damit haben Sie vollkommen recht. Wir befinden uns nicht in einer Rezession, und eine mögliche Rezession liegt noch in weiter Ferne. Dennoch verhalten sich die Märkte so, als stünde eine bevor. Der Markt fürchtet sich vor etwas, das noch gar nicht eingetreten ist. Dies zeigt, wie übertrieben ängstlich der Markt derzeit ist. Selbst ein einzelner starker Wirtschaftsindikator, der zeigt, dass es der Wirtschaft gut geht, könnte eine Trendwende einleiten.
Übertriebene Angst an den Märkten...

Der Chart zeigt eine monatliche Umfrage der Bank of America unter den weltweit größten Vermögensverwaltern (Fund Manager Survey). Das größte Risiko ist laut Experten, dass die Zentralbanken die Zinsen zu aggressiv anheben und die Wirtschaft dadurch in eine Rezession stürzen könnten. Wir haben bereits darüber geschrieben und teilen diese Sorge.

Der Chart aus derselben Umfrage der Bank of America unter den weltweit größten Vermögensverwaltern zeigt, wie diese aktuell positioniert sind. Der Anteil an gehaltenem Bargeld ist sehr hoch, und historisch gesehen fielen solche Niveaus oft mit einer Trendwende zusammen. Auch dieses Mal könnten Käufe der weltweit größten Investoren zu einem Trendwechsel führen.

Auch dieser Chart stammt aus der Umfrage der Bank of America unter den weltweit größten Vermögensverwaltern. Er zeigt, wie viele Befragte in den kommenden Monaten ein stärkeres Wirtschaftswachstum erwarten. Das aktuelle Niveau ist niedriger als während der Mitte der Corona-Krise oder der Finanzkrise.
Natürlich gibt es derzeit viele negative Faktoren, die zusammenkommen – der Krieg in der Ukraine, gestörte Lieferketten und die Angst vor steigenden Zinsen. Dennoch halten wir den aktuellen Pessimismus für übertrieben.
…aber niemand möchte der Erste sein, der kauft.
Für die langfristige Entwicklung der Märkte sind die wirtschaftlichen Fundamentaldaten, das Gewinnwachstum der Unternehmen und die Politik der Zentralbanken entscheidend. Kurzfristig hat jedoch auch die technische Marktanalyse einen erheblichen Einfluss.

Der Chart zeigt die Wertentwicklung des NASDAQ-Index. Der US-Index gilt auch als Barometer für den Technologiesektor, da dort die meisten Tech-Unternehmen gehandelt werden. Insbesondere Technologiewerte haben den Markt in den letzten Monaten deutlich nach unten gezogen. Seit Jahresbeginn befindet sich der Index in einem klaren Abwärtstrendkanal.
In den kommenden Tagen steht eine wichtige Entscheidung an: Hält der Kanal oder bricht der Kurs nach unten aus? Der RSI (Relative Strength Index) zeigt an, wann ein Markt überverkauft ist und eine Erholung bevorstehen könnte. Das ist aktuell der Fall, war es jedoch vor einer Woche auch schon, und der Markt gab dennoch weiter nach. Deshalb sind sich technische Analysten derzeit uneins.
Die Entwicklung in der kommenden Woche könnte richtungsweisend für die nächsten 1–2 Monate sein.
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