Nachhaltige Anlagen sind der neue Trend - Unruhige Börsenwoche - Gunst der AnlegerInnen verschiebt sich.

Chart der Woche

Quelle: iShares


Die Grafik zeigt die Geldflüsse in die Indexfonds (ETFs), des Marktführers iShares im ersten bis vierten Quartal 2021. Im ersten und zweiten Quartal flossen noch mehr Gelder in traditionelle ETFs, aber seit Mitte Jahr fliessen fast alle Neuinvestitionen in ETFs die nur in nachhaltige Firmen investieren.

Warum das wichtig ist:

Nachhaltiges Investieren ist der neue Trend. Die Zuflüsse in ETF des Marktführers iShares zeigen ein klares Bild. Die AnlegerInnen setzen verstärkt auf nachhaltige Unternehmen. ESG steht für Ecological, Social und Governmental. Es beschreibt Unternehmen, die sich um die Umwelt, ihre Mitarbeiter und alle Stakeholder kümmern, sowie alle rechtlichen und compliance-Regeln befolgen. Bei einer Auswahl der Aktien die man kauft, sollte man deshalb unbedingt die ESG-Ratings der Firmen beachten.

Man sollte eigentlich annehmen, dass die Befolgung von rechtlichen und compliance Regeln für alle Firmen selbstverständlich ist. Die Schlagzeilen der letzten Wochen zeigen ein anderes Bild. So wird zum Beispiel der Credit Suisse vorgeworfen, 55 Millionen Drogengelder gewaschen zu haben, sie erhöht die Rückstellungen für Rechtsfälle auf 500 Millionen und der Chef der Bank muss seinen Posten räumen als Bekannt wird, dass er sich über alle Covid-Regeln hinweg gesetzt hat (das war wohl nicht der Hauptgrund seiner Entlassung aber der Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte). Seit 2014 hat die Credit Suisse 6 Milliarden USD an Bussen bezahlen müssen. In solche Unternehmen will heute niemand mehr investieren.

Unruhige Börsenwoche an den Aktienmärkten

Die Aktienmärkte sind gut in die neue Woche gestartet, konnten dann aber die Gewinne der letzten Woche nicht halten. Am Montag nach Börsenschluss wurden die neuen Arbeitslosenzahlen publiziert. Es wurden wieder mehr neue Stellen geschaffen als erwartet, was ein gutes Zeichen für eine gut laufende Wirtschaft ist, ABER Sorgen gibt die steigende Lohninflation. Gegenüber dem Vorjahr sind die Löhne in den USA um 5.5% gestiegen. Das ist wesentlich mehr als von den meisten Analysten erwartet wurde. Regelmässige LeserInnen unseres Blogs erstaunt das aber wenig. Wir warnen seit Wochen vor dieser Entwicklung.

Quelle: Isabel.net, 02.02.2022

Der Chart zeigt, dass auch in der aktuellen Gewinnsaison mehr Firmen die Erwartungen übertreffen konnten, als der im Durchschnitt der letzten 15 Jahre. Die Anzahl war aber weniger hoch als in den letzten 2 Jahren. So ist es dann auch nicht verwunderlich, dass vor allem die schlechten Resultate in der Presse herumgereicht wurden.

Amazon brach vor der Bekanntgabe der Gewinnzahlen zuerst fast 8% ein und erholte sich am nächsten Tag wieder mit +15%. Der Grund lag daran, dass der Gewinn sich fast verdoppelte, aber das Betriebsergebnis sich halbierte. Die Anleger wussten zuerst nicht wie das zu interpretieren ist. Der Gewinnsprung kam von der Beteiligung an der Firma Rivian, durch die der Konzern bei dessen Börsengang im November stark profitierte. Vor dem tieferen Betriebsergebnis hatte Amazon schon vor Wochen gewarnt. Der Grund waren höhere Löhne und Probleme mit Lieferketten.

Meta, wie Facebook nun heisst, brach nach der Bekanntgabe der Gewinnresultate um fast 28% ein! Das erstaunliche dabei. Alle Aussagen des Managements kannte man bereits, nur die Tatsache, dass alle zusammen an einer Pressekonferenz erwähnt wurden hat den Anlegern endlich die Augen geöffnet. Das die Konkurrenz wie TikTok wächst und Facebook seit Monaten in den USA und Europa nicht mehr wächst oder dass Zuckerberg nun alles dem Metauniversum unterordnet und grosse Investitionen plant, stand seit Wochen in den Zeitungen. Warum die Analysten der grossen und renommierten Firmen wie Goldman Sachs oder JP Morgan nicht schon seit Wochen die Preisziele reduziert haben ist unverständlich.

Beide Beispiele zeigen aber wie unsicher und ratlos viele Anleger sind, wie sie die Zukunft der hoch geliebten Wachstumsaktien der letzten zwei Jahre einschätzen sollen.

Das es auch anders geht zeigt Google. Die Aktie stieg nach Bekanntgabe der neuen Zahlen um 10%. Gute Qualitätstitel im Wachstumsbereich sind immer noch gefragt.

Gunst der AnlegerInnen verschiebt sich


Quelle: iShares

Die beiden Grafiken zeigen in welche Indexprodukte des Marktführers iShares in den letzten 8 Wochen Gelder hineingeflossen sind oder abgezogen wurden.

Bei den Faktoren ist Value (Substanztitel) der klare Gewinner. Bei den Sektoren daher folgerichtig der Finanzsektor, der Energiesektor und die Grundbedarfsgüter, die als wichtigste Value Sektoren gelten.

Haftungsausschluss:


Die Inhalte in den Blogs dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sollen potenziellen Kunden helfen, sich ein Bild von unserer Arbeitsweise zu machen. Sie stellen keine Empfehlungen dar, die zum Kauf oder Verkauf von Vermögenswerten führen sollten und sind keine Anlageberatung. Marmot.Finance kann nicht beurteilen, ob und wie die gemachten Aussagen zu Ihren Anlagezielen und Ihrem Risikoprofil passen. Wenn Sie auf der Grundlage dieses Blogeintrags Anlageentscheidungen treffen, tun Sie dies ausschließlich auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Verantwortung. Marmot.Finance kann nicht für Verluste haftbar gemacht werden, die Ihnen aufgrund der in diesem Blogeintrag enthaltenen Informationen entstehen könnten.

Die erwähnten Produkte sind keine Empfehlungen, sondern sollen zeigen, wie Marmot.Finance arbeitet und solche Produkte auswählt. Marmot.Finance ist zudem völlig unabhängig und verdient in keiner Form an den Produktanbietern.

Want to make your money work for you?

Chat to our experts for the best advice.