Vermögensverwaltung in der Schweiz

Nachfolgeplanung für Unternehmer in Schwyz: Jetzt starten

October 4, 2020
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Sofie Steinmann
Nachfolgeplanung für Unternehmer in Schwyz: Jetzt starten

Wenn Sie ein Unternehmen in Schwyz besitzen, ist das Wichtigste, was Sie in diesem Quartal tun können, ein formelles, mehrjähriges Nachfolgeprojekt zu starten – warten Sie nicht, bis ein Käufer oder ein gesundheitlicher Notfall Sie dazu zwingt. Das bedeutet drei konkrete Schritte: Beauftragen Sie eine unabhängige Bewertung, beantragen Sie ein kantonales Steuerruling, bevor Sie Umstrukturierungen vornehmen, und ziehen Sie einen Steuerberater sowie einen Notar hinzu, um Ihre rechtlichen Dokumente mit Ihren tatsächlichen Wünschen abzugleichen. Die Nachfolgeplanung für Geschäftsinhaber in Schwyz funktioniert am besten, wenn sie auf einen Zeitraum von Jahren und nicht von Monaten ausgelegt ist. Die meisten erfolgreichen Übergaben dauern zwischen fünf und zwölf Jahren vom ersten ernsthaften Gespräch bis zur vollständigen Übergabe. Wer zu spät beginnt, verliert oft die Kontrolle über den Preis, die Wahl des Nachfolgers und den Zeitplan.

Hier können Sie diesen Monat anfangen:

  • Lassen Sie eine unabhängige Unternehmensbewertung von einem qualifizierten Berater erstellen, statt sich auf grobe Schätzungen zu verlassen
  • Kontaktieren Sie einen Schwyzer Steuerberater, um ein Steuerruling zu beantragen, bevor die Übertragungsstruktur festgelegt wird
  • Sprechen Sie mit einem Notar darüber, ob Ihr Testament und etwaige Aktionärsbindungsverträge tatsächlich das widerspiegeln, was Sie beabsichtigen
  • Starten Sie eine Überprüfung Ihrer persönlichen Finanzen, einschließlich Ihrer Vorsorgesituation, parallel zur Unternehmensplanung

Profi-Tipp: Warten Sie nicht, bis Sie einen Käufer oder Nachfolger gefunden haben, bevor Sie die Bewertung in Auftrag geben. Ein unabhängiger Wert, der alle paar Jahre aktualisiert wird, bietet Ihnen einen realistischen Ankerpunkt für alle folgenden Verhandlungen.

Wichtige Erkenntnisse

Die Nachfolgeplanung für Geschäftsinhaber in Schwyz ist als fünf- bis zwölfjähriges Projekt am erfolgreichsten, bei dem die Bewertung, das Steuerruling und die persönlichen Finanzen des Inhabers als ein zusammenhängender Plan betrachtet werden, nicht als drei separate Aufgaben.

PunktDetails
Starten Sie jetzt mit dem Sechs-Phasen-ZeitplanDie persönliche Vorbereitung erfordert 10 bis 15 Jahre, die betriebliche Vorbereitung 5 bis 10 Jahre vor der Übergabe.
Frühzeitige unabhängige Unternehmensbewertung einholenZu optimistische, ungeprüfte Bewertungen sind eine der Hauptursachen für verzögerte oder gescheiterte Übergaben.
Vor der Umstrukturierung ein kantonales Steuerruling einholenIm Kanton Schwyz fällt für die meisten direkten Erben keine Erbschaftssteuer an, doch die kantonale Praxis kann Formelbewertungen dennoch ausser Kraft setzen.
Minderheitsaktionäre explizit schützenLegen Sie Vorkaufs-, Mitverkaufs- und Mitwirkungsrechte im Aktionärsbindungsvertrag fest, bevor Sie einen Deal abschliessen.
Planen Sie Ihre privaten Finanzen parallel zum UnternehmenMarmot Finance unterstützt Inhaber bei der privaten Finanzplanung, der Optimierung der BVG-Vorsorge und der Liquiditätsplanung für die Unternehmensnachfolge.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Beratung durch einen qualifizierten Finanzexperten. Bitte konsultieren Sie vor Entscheidungen einen Fachmann, um Ihre individuelle Situation zu prüfen.

Was gehört zu einer vollständigen Nachfolgeplanung für Unternehmer im Kanton Schwyz?

Eine Nachfolgeplanung ist kein einzelnes Dokument. Sie besteht aus fünf ineinandergreifenden Bereichen, die sich gegenseitig beeinflussen. Genau deshalb bleiben viele Inhaber stecken: Ändert man einen Teil, verschiebt sich ein anderer.

Zuerst die rechtliche Struktur. Ein Testament und ein Erbvertrag sind nicht austauschbar. Ein Testament kann einseitig geändert und angefochten werden; ein Erbvertrag ist nach der Unterzeichnung durch alle Parteien bindend, was ihn bei mehreren Erben oder Geschäftspartnern deutlich sinnvoller macht. Schweizer Nachfolge-Leitfaden empfiehlt, beide Dokumente mit einem klaren Aktionärsbindungsvertrag zu ergänzen und einen Willensvollstrecker zu ernennen. Ohne diesen benötigen Erben oft einstimmige Beschlüsse, was ein Unternehmen monatelang lähmen kann.

An zweiter Stelle steht die Bewertung – hier scheitern die meisten Pläne. In der Schweiz dominieren vier Methoden:

  1. Discounted Cashflow (DCF), der das zukünftige Ertragspotenzial bewertet, aber anfällig für zu optimistische Annahmen ist
  2. Multiplikatorverfahren basierend auf vergleichbaren Transaktionen in Ihrer Branche
  3. Ertragswertverfahren, bei denen historische Gewinne stärker gewichtet werden
  4. Die Praktikermethode, eine Mischung aus Substanz- und Ertragswert, die von vielen Schweizer Gutachtern informell weiterhin genutzt wird

Der häufigste Fehler ist nicht die Wahl der falschen Methode. Es ist die Überbewertung des Unternehmens, weil der Inhaber das Klumpenrisiko (ein großer Kunde, ein wichtiger Mitarbeiter) nicht berücksichtigt oder die Zahlen nicht extern hat prüfen lassen.

Die Finanzierung bestimmt alles, was darauf folgt. Ein Verkäuferdarlehen lässt Sie am Erfolg des Käufers teilhaben, kann aber eine Finanzierungslücke schließen. Eine Bankfinanzierung verlagert das Risiko auf den Nachfolger, erfordert jedoch Sicherheiten, über die dieser möglicherweise noch nicht verfügt. Ein Earn-out knüpft einen Teil Ihrer Auszahlung an die zukünftige Leistung, was die Preisdifferenz in Verhandlungen verringert, Sie aber jahrelang finanziell an ein Unternehmen bindet, das Sie nicht mehr kontrollieren.

Governance und persönliche Bereitschaft runden das Ganze ab. Setzen Sie ein Übergangsberatungsgremium ein, auch informell, um einen neuen Eigentümer in den ersten zwei Jahren zu unterstützen. Entscheiden Sie ehrlich, welche Rolle Sie nach der Übergabe einnehmen möchten: Berater, Verwaltungsrat oder ein vollständiger Ausstieg. Und prüfen Sie Ihre eigenen Zahlen: BVG-Vorsorgesituation, Liquiditätsbedarf und die steuerliche Behandlung der Erlöse, die auf Ihrem Privatkonto landen.

Wie verändern die kantonalen Steuerregeln in Schwyz Ihre Nachfolgeplanung?

Die Erbschafts- und Schenkungssteuer wird in der Schweiz kantonal geregelt, und genau hier tappen Eigentümer in die Falle, selbst wenn das Gesamtbild günstig erscheint. Schwyz und Obwalden erheben derzeit in den meisten Fällen bei direkten Nachkommen und Ehepartnern keine Erbschafts- oder Schenkungssteuer, was bei einer geplanten Familienübergabe eine wirklich gute Nachricht ist. Doch hinter dieser Schlagzeile verbirgt sich eine komplexere Realität.

Die kantonale Verwaltungspraxis kann eine Formelbewertung vollständig aushebeln. Eine Übertragung, die nach einer Standardmethode bewertet wurde, kann dennoch eine unerwartete Steuerveranlagung auslösen, wenn die Praxis der Steuerbehörde die Transaktion anders beurteilt, insbesondere bei Verkäufen zwischen nahestehenden Personen oder Vorzugspreisen.

Die Aargauer Praxis-Lösung ist ein nützliches Beispiel aus einem Nachbarkanton: Übertragungen zu Vorzugspreisen können eine sofortige Besteuerung vermeiden, jedoch nur, wenn strenge Bedingungen erfüllt sind und vorab ein Ruling eingeholt wurde. Schwyz wendet eine eigene Praxis an, und das kantonale Merkblatt zur Unternehmensnachfolge im Todesfall legt genau fest, wie Betriebsvermögen, Nutzniessungsregelungen und Meldepflichten gehandhabt werden, wenn ein Eigentümer beim Tod das Unternehmen hält. Es lohnt sich, dies zu lesen, bevor Sie davon ausgehen, dass die Schlagzeile „keine Erbschaftssteuer“ Ihre Situation abdeckt.

Deshalb ist ein steuerliches Ruling vor der Umsetzung so wichtig. Ein Ruling legt verbindlich fest, wie das Steueramt Ihre spezifische Transaktion behandeln wird, bevor Sie etwas unterzeichnen. Das beseitigt das Risiko einer kostspieligen Umqualifizierung Jahre später.

Wann sollten Sie eines beantragen? Sobald Sie eine Bewertung und eine geplante Struktur haben, idealerweise 18 bis 24 Monate vor Abschluss der Übertragung. Was Sie vorbereiten sollten:

  • Ein unabhängiges Bewertungsgutachten
  • Eine klare Aufstellung des geplanten Kaufpreises und der Finanzierungsstruktur
  • Umstrukturierungsunterlagen, falls Sie eine Holdinggesellschaft gründen
  • Nachweis, dass der Nachfolger eine echte operative Kontinuität beabsichtigt

Bringen Sie Ihren Steuerberater und Notar frühzeitig an einen Tisch. Ein isoliert beantragter Vorbescheid, bei dem der notarielle Input zur rechtlichen Struktur fehlt, muss oft nachträglich korrigiert werden.

Welches Nachfolgemodell passt zu Ihrem Unternehmen und was kostet es Sie jeweils an Steuern und Zeit?

Es gibt hier keine pauschale Antwort. Das richtige Modell hängt davon ab, wer die Nachfolge antritt, über wie viel Kapital diese Person verfügt und wie viel Kontrolle Sie bereits frühzeitig abgeben möchten.

  • Familieninterne Übergabe qualifiziert sich oft für steuerliche Erleichterungen wie Stundungen oder Teilbefreiungen. Diese sind jedoch an Bedingungen geknüpft, die in der Regel eine Mindestfortführungsdauer des Betriebs erfordern. Übertragen Sie die Anteile und verkaufen Sie das Unternehmen innerhalb von zwei Jahren, kann die Steuervergünstigung rückwirkend entfallen.
  • Management-Buy-out (MBO) kombiniert meist Verkäuferdarlehen mit Bankkrediten, da das Management-Team selten über ausreichend Eigenkapital verfügt. Hier ist das Risiko bei der Formelbewertung am größten: Wenn das Finanzamt den internen Verkaufspreis als zu niedrig im Vergleich zur eigenen Bewertungspraxis einstuft, kann die Differenz als steuerpflichtiger geldwerter Vorteil beim Käufer nachversteuert werden.
  • Verkauf an Dritte erfordert die meiste Vorbereitung. Käufer führen eine gründliche Due-Diligence-Prüfung durch, daher müssen Verträge, Finanzkennzahlen und Kundenstrukturen einer genauen Prüfung standhalten, noch bevor der Deal abgeschlossen wird. Auch das Timing ist entscheidend: Branchenbedingungen und das Interesse von Käufern ändern sich, und eine jahrelange Vorbereitung des Unternehmens vor einem Verkauf steigert den erzielbaren Preis erheblich.
  • Holding-Strukturen (Erbenholding) ermöglichen es mehreren Erben, sich das Eigentum zu teilen, ohne einen sofortigen Verkauf erzwingen zu müssen. Sie müssen jedoch lange vor der Übergabe aufgesetzt werden und dürfen nicht erst bei der Unterzeichnung überhastet zusammengestellt werden. Eine Holding-Struktur nach einem Todesfall nachträglich zu implementieren, ist weitaus schwieriger und oft kostspieliger, als sie zu Lebzeiten des Inhabers aufzubauen.

Jeder Weg birgt eine andere Mischung aus steuerlichen Risiken und operativen Gefahren. Die Kombination zweier Modelle (zum Beispiel eine teilweise Familienübergabe in Verbindung mit einem MBO für den Rest) ist bei Schwyzer Unternehmen mit mehreren Kindern oder langjährigen Führungskräften durchaus üblich.

Wie sieht ein Zeitplan für eine Nachfolge in sechs Phasen konkret aus?

Inhaber, die die Nachfolge als einmaliges Ereignis betrachten, geraten oft unter Zeitdruck. Wer sie als Projekt in sechs Phasen plant, behält in der Regel mehr Kontrolle über Preis, Nachfolger und Zeitpunkt.

  1. Persönliche Vorbereitung (10 bis 15 Jahre vorher). Klären Sie, was Sie sich finanziell und persönlich für die Zeit nach dem Ausstieg wünschen. Beginnen Sie jetzt mit der Überprüfung Ihrer persönlichen Finanzen und Altersvorsorge.
  2. Unternehmensreife (5 bis 10 Jahre vorher). Reduzieren Sie Klumpenrisiken, dokumentieren Sie Prozesse und bauen Sie ein Managementteam auf, das auch ohne Sie funktioniert. Diese Phase hat den größten Einfluss auf die Bewertung Ihres Unternehmens beim Verkauf.
  3. Nachfolgersuche (3 bis 6 Jahre vorher). Ob Familienmitglied, interne Führungskraft oder externer Prozess: Beginnen Sie frühzeitig mit Gesprächen, um eine echte Wahlmöglichkeit zu haben.
  4. Bewertung und Strukturierung (2 bis 3 Jahre vorher). Beauftragen Sie eine unabhängige Bewertung, legen Sie das Modell fest und beantragen Sie Ihren Steuervorbescheid.
  5. Übertragung und Übergang (0 bis 2 Jahre vorher). Unterzeichnen Sie die rechtlichen Dokumente, schließen Sie die Finanzierung ab und beginnen Sie mit der operativen Übergabe.
  6. Unterstützung nach der Übergabe (0 bis 2 Jahre danach). Bleiben Sie bei entsprechender Vereinbarung beratend tätig und überwachen Sie, ob der Übergang erfolgreich ist.
PhaseZeitrahmenBeteiligte
Persönliche Vorbereitung10 bis 15 Jahre vorherFinanzplaner, Rentenberater
Unternehmensreife5 bis 10 Jahre vorherManagement-Team, Steuerberater
Nachfolgersuche3 bis 6 Jahre vorherFamilie, interne Kandidaten oder M&A-Berater
Bewertung und Struktur2 bis 3 Jahre vorherGutachter, Steuerberater, Notar
Übergabe und Übergang0 bis 2 Jahre davorNotar, Bank, Steuerbehörde
Unterstützung nach der Übergabe0 bis 2 Jahre danachBeirat, Nachfolger

Wenn die Umstände eine beschleunigte Übergabe erzwingen, sei es durch Krankheit oder einen ungeplanten Ausstieg, verschiebt sich die Prioritätenliste: Lassen Sie eine Notfallbewertung durchführen, klären Sie die rechtliche Vertretungsbefugnis (prüfen Sie Ihren Erbvertrag und etwaige Vollmachten) und kontaktieren Sie Ihren Steuerberater, bevor Sie etwas unterschreiben – auch wenn Sie unter Zeitdruck stehen.

Wie Marmot Finance Inhaber bei der persönlichen Seite einer Übergabe unterstützt

Bei der Nachfolgeplanung liegt der Fokus meist auf dem Unternehmen. Was oft bis zur letzten Minute ignoriert wird, ist die finanzielle Situation des Inhabers nach der Übergabe – genau diese Lücke schließt Marmot Finance. Als FINMA-akkreditierter Vermögensverwalter arbeitet Marmot Finance exklusiv mit Frauen und Familien in der Schweiz und Europa zusammen. Über 350 Kundinnen und Kunden haben die Beratung bereits genutzt, um klarere und sicherere Finanzpläne zu erstellen.

Für Inhaber, die vor einer Unternehmensübergabe stehen, sind drei Dinge besonders wichtig:

  • Eine persönliche Finanzanalyse, die aufzeigt, was Sie tatsächlich benötigen, sobald die Unternehmenseinkünfte wegfallen – nutzen Sie dafür als Ausgangspunkt unser Money Makeover Quiz als Ausgangspunkt
  • BVG-Pensionsoptimierung, da Unternehmer oft Vorsorgelücken haben, die erst sichtbar werden, wenn die regelmäßigen Einzahlungen aufhören
  • Liquiditätsplanung für die Übergangsphase selbst, in der Erlöse möglicherweise in Tranchen und nicht als Einmalzahlung eingehen

Dies ersetzt weder Ihren Steuerberater noch Ihren Notar. Es ergänzt deren Arbeit und konzentriert sich spezifisch darauf, was mit Ihrem Privatvermögen geschieht, sobald das Unternehmen nicht mehr Teil Ihrer Lebensplanung ist.

Welche schwyzerspezifischen Regeln beeinflussen Ihren Handelsregistereintrag während der Nachfolge?

Schwyz folgt dem eidgenössischen Handelsregisterrecht, doch einige lokale Gegebenheiten führen bei Inhabern immer wieder zu Überraschungen. Jede Änderung der Eigentumsverhältnisse – sei es eine Aktienübertragung, eine Umwandlung der Rechtsform oder ein Wechsel in der Geschäftsführung – muss dem Handelsregisteramt Schwyz gemeldet werden. Verzögerungen können Finanzierungen oder Verträge mit Geschäftspartnern blockieren, die vor Vertragsabschluss einen Blick ins Register werfen.

Wenn Ihr Unternehmen Immobilien besitzt, behandelt Schwyz die Übertragung von Geschäfts- und Privatliegenschaften unterschiedlich. Das kantonale Merkblatt zum Geschäftsvermögen im Erbfall legt genau fest, wann eine Immobilie als Geschäfts- oder Privatvermögen gilt. Diese Unterscheidung beeinflusst sowohl die Steuerrechnung als auch die Frage, welche Behörde die Übertragung genehmigen muss.

Für Einzelunternehmen und Personengesellschaften gilt ein etwas anderer Registerprozess als für Kapitalgesellschaften wie eine AG. Ein Einzelunternehmen überlebt seinen Inhaber rechtlich nicht in derselben Weise wie eine Firma; die Nachfolge besteht hier also aus der Übertragung einzelner Vermögenswerte und Verträge, nicht aus Anteilen. Wenn Sie planen, ein Einzelunternehmen vor der Übergabe in eine GmbH oder AG umzuwandeln, um die Nachfolge zu vereinfachen, muss diese Umwandlung ebenfalls registriert werden. Da dies in der Regel einige Monate in Anspruch nimmt, gehört dieser Schritt in Phase vier Ihres Zeitplans, nicht in Phase fünf.

Das ist alles kein Hexenwerk, doch ein versäumtes Register-Update zum falschen Zeitpunkt kann eine Übergabe um Wochen verzögern, während man auf den Papierkram wartet.

What Schwyz-specific rules affect your business registry entry during succession? — overview diagram

Wie schützen Sie Minderheitsaktionäre bei einer Unternehmensnachfolge im Kanton Schwyz?

Minderheitsaktionäre sind oft der Punkt, an dem Nachfolgepläne still und leise scheitern. Ein Familienunternehmen mit drei Geschwistern, die ungleiche Anteile halten, oder eine Firma, bei der ein langjähriger Mitarbeiter einen kleinen Anteil besitzt, benötigt einen Plan, der deren Rechte explizit berücksichtigt – und nicht nur den Ausstieg des Mehrheitsinhabers.

Hands exchanging jar of coins outdoors

Das Schweizer Gesellschaftsrecht gewährt Minderheitsaktionären gesetzliche Schutzrechte, darunter Informationsrechte und unter bestimmten Umständen das Recht, Entscheidungen anzufechten, die sie unangemessen benachteiligen. Ein Aktionärsbindungsvertrag sollte über das gesetzliche Minimum hinausgehen und klar regeln, was mit Minderheitsanteilen geschieht, wenn der Mehrheitsinhaber aussteigt: Gibt es ein Vorkaufsrecht, eine Mitverkaufspflicht (Drag-along) oder ein Mitverkaufsrecht (Tag-along) zu denselben Bedingungen?

Wenn die Nachfolge eine Holdingstruktur oder ein Management-Buy-out (MBO) vorsieht, sorgen sich Minderheitsaktionäre oft vor einer Verwässerung oder dem Verlust ihres bisher informellen Einflusses. Sprechen Sie dies direkt und frühzeitig an, idealerweise in Phase vier Ihres Zeitplans, anstatt die Minderheitsaktionäre vor vollendete Tatsachen zu stellen. Eine Übergabe, die einen 15-Prozent-Aktionär überrumpelt, kann Rechtsstreitigkeiten auslösen, die den Abschluss um Monate verzögern und Beziehungen beschädigen, die für das Unternehmen danach wichtig sind – besonders in Familienbetrieben, in denen dieser Aktionär auch ein Verwandter ist.

Welche Governance-Änderungen sollten auf eine Unternehmensübergabe in Schwyz folgen?

Das Übergabedatum ist selten der Zeitpunkt, an dem eine Nachfolge tatsächlich abgeschlossen ist. Die ersten 18 bis 24 Monate danach entscheiden darüber, ob der Wechsel nachhaltig gelingt.

Ein Übergangsbeirat – auch in kleiner Besetzung mit dem abtretenden Inhaber, dem Nachfolger und einer unabhängigen Stimme – gibt der neuen Führung einen Rahmen, um Entscheidungen zu testen, ohne sofort die volle Last der alleinigen Verantwortung tragen zu müssen. Dies funktioniert besonders gut bei Familienübergaben, bei denen ein Nachfolger zwar kompetent ist, ihm aber die informelle Autorität fehlt, die der Vorgänger über Jahrzehnte aufgebaut hat.

Legen Sie die Rolle des abtretenden Inhabers explizit fest, anstatt sie vage zu lassen. Ein ehemaliger Inhaber, der ohne definierte Funktion im Unternehmen bleibt, untergräbt oft – wenn auch unbeabsichtigt – die neue Führung, allein durch seine Präsenz und den Status als „der Chef“. Die Optionen reichen von einem sauberen Ausstieg über ein befristetes Beratungsmandat bis hin zu einem formellen Sitz im Verwaltungsrat mit klar abgegrenzten Befugnissen.

Dokumentieren Sie Entscheidungsbefugnisse klar, insbesondere in den Bereichen Finanzierung, Personal und wichtige Kundenbeziehungen, da dies die Bereiche sind, in denen das Urteilsvermögen eines Nachfolgers am frühesten auf die Probe gestellt wird. Schwyzer Unternehmen mit starken lokalen Kundenbeziehungen unterschätzen oft, wie sehr dieses Vertrauen persönlich an den abtretenden Inhaber gebunden war. Eine Governance-Struktur, die dieses Vertrauen schrittweise überträgt – etwa durch gemeinsame Kundenbesuche im ersten Jahr –, ist einem harten Schnitt meist überlegen.

Warum die Standardberatung zur Nachfolge die persönliche Seite vernachlässigt

Die meisten Leitfäden behandeln das Unternehmen und die persönlichen Finanzen des Inhabers als getrennte Probleme, die nacheinander gelöst werden. Das ist der falsche Ansatz. Das Steuerruling, die Bewertung und die rechtliche Struktur bestimmen, wie viel Geld tatsächlich beim Inhaber ankommt und wann. Daher ist die persönliche Finanzplanung ein integraler Bestandteil der Unternehmensstruktur und kein nachträglicher Gedanke nach Abschluss des Deals.

Die konventionelle Beratung unterschätzt zudem, wie viel Zeit eine gute Vorbereitung tatsächlich in Anspruch nimmt. Fünf bis zwölf Jahre klingen abstrakt, bis man sie mit dem eigenen Zeitplan für den Ruhestand abgleicht: Viele Inhaber stellen fest, dass sie die Phase der „Unternehmensreife“ fast zeitgleich mit der ernsthaften Planung ihrer eigenen Altersvorsorge beginnen müssen – und nicht mit Jahren Abstand.

Wenn Sie eine Priorität mitnehmen, dann diese: die richtige Reihenfolge. Bringen Sie die Bewertung und das Steuerruling auf den Weg, bevor Sie das Nachfolgemodell festlegen, denn die Zahlen aus beiden Prozessen werden beeinflussen, welches Modell für Ihre Situation tatsächlich sinnvoll ist.

Sind Sie bereit, die persönliche Seite Ihrer Übergabe zu planen?

Bei jeder Nachfolgeplanung kommt irgendwann der Punkt, an dem die geschäftlichen Fragen geklärt sind und nur noch die persönlichen bleiben. Genau hier setzen die Vermögensverwaltungsdienste von Marmot Finance an: Pensionskassenoptimierung zur Schließung von BVG-Lücken vor Ende der Beitragszahlungen, Finanzcoaching zur Planung der Verwendung des Verkaufserlöses sowie Portfoliomanagement für das Kapital, das nach Abschluss der Übergabe auf Ihrem Konto landet. Im Gegensatz zu Generalisten, die sich um alle Arten von Kunden kümmern, arbeitet Marmot ausschließlich mit Frauen und Familien in der Schweiz und Europa zusammen. Das bedeutet, dass Ihre persönlichen Finanzen im Mittelpunkt stehen und nicht nur ein nachträglicher Anhang zu einer Unternehmensberatung sind. Beginnen Sie mit dem Money Makeover Quiz , um sich einen klaren Überblick über Ihre aktuelle finanzielle Situation zu verschaffen, oder buchen Sie direkt ein Beratungsgespräch zur Vermögensverwaltung, um zu besprechen, wie der Zeitplan Ihrer Unternehmensnachfolge Ihre persönliche Finanzplanung beeinflussen sollte.

Quellen

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Dieser Artikel dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Entscheidungen bezüglich Ihres Portfolios sollten auf Ihren persönlichen Umständen, Ihrer Risikobereitschaft, Ihren Liquiditätsbedürfnissen und professioneller Beratung basieren.

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