Der richtige Einstieg für Sparen und Investieren in der Schweiz
Der effektivste Ansatz ist simpel: Maximieren Sie zuerst Ihre Säule 3a -Beiträge, ziehen Sie danach freiwillige Einkäufe in die 2. Säule in Betracht und investieren Sie erst im dritten Schritt in freies Vermögen. Vor all dem ist ein Notgroschen, der drei bis sechs Monatsausgaben deckt, unverzichtbar.
- Schritt 1 – Zuerst der Notgroschen. Gelder der Säule 3a sind bis fünf Jahre vor der Pensionierung gebunden. Da Sie im Krisenfall nicht darauf zugreifen können, haben liquide Ersparnisse Vorrang.
- Schritt 2 – Säule 3a maximieren. Der jährliche Maximalbetrag für die Säule 3a liegt 2026 bei 7'258 CHF. Jeder einbezahlte Franken reduziert sofort Ihr steuerbares Einkommen, und Anlagegewinne innerhalb des Kontos sind von Einkommens-, Vermögens- und Verrechnungssteuern befreit.
- Schritt 3 – Freiwillige Einkäufe in die 2. Säule. Sobald die Säule 3a voll ausgeschöpft ist, sind freiwillige Einkäufe in die Pensionskasse voll abzugsfähig, wobei das Kapital bis zur Pensionierung gebunden bleibt und die Verzinsung meist moderat ausfällt.
- Schritt 4 – Säule 3b und freies Investieren. Jenseits der Vorsorgesäulen bietet eine steuereffiziente Vermögensstrukturierung in freien Anlagen wie Aktien, ETFs oder Fonds Liquidität und Wachstumspotenzial, jedoch ohne steuerliche Abzugsfähigkeit auf Bundesebene.
- Schritt 5 – Anpassung an Lebensphase und familiäre Situation. Die Prioritäten verschieben sich erheblich, je nachdem, ob Sie am Anfang Ihrer Karriere stehen, Kinder erziehen, kurz vor der Pensionierung stehen oder ein Family Office verwalten.
Wie das Schweizer Drei-Säulen-System Ihre finanziellen Prioritäten bestimmt
Das Schweizer Drei-Säulen-System bildet das Fundament jeder soliden Finanzplanung. Wer versteht, wie die einzelnen Säulen funktionieren, weiß genau, wo sein Geld am effektivsten arbeitet.
Die 1. Säule (AHV) ist staatlich organisiert und basiert auf dem Umlageverfahren: Die Beiträge der heutigen Erwerbstätigen finanzieren die aktuellen Renten. Zusammen mit der 2. Säule soll sie für die meisten Arbeitnehmer etwa 60 % des letzten Einkommens vor der Pensionierung abdecken. Die 2. Säule ist für Arbeitnehmer mit einem Jahresgehalt von über 22.680 CHF obligatorisch, wobei die Beitragspflicht mit 17 bzw. 18 Jahren beginnt. Sie basiert auf dem Kapitaldeckungsverfahren, das heißt, Ihre Beiträge werden angelegt und bilden Ihr persönliches Altersguthaben.
Die 3. Säule bietet den größten Spielraum für individuelle Entscheidungen. Die Säule 3a ist die steuerbegünstigte, gebundene Vorsorge. Aktienbasierte 3a-Strategien erzielten historisch gesehen jährliche Renditen von 5–7 %, verglichen mit etwa 0,5–1,5 % auf einem herkömmlichen 3a-Sparkonto. Für alle mit einem Anlagehorizont von mehr als zehn Jahren ist eine Aktienquote innerhalb der 3a daher äußerst sinnvoll. Die Säule 3b umfasst alle übrigen freiwilligen privaten Ersparnisse und Anlagen. Sie bietet zwar keine steuerliche Abzugsfähigkeit auf Bundesebene wie die Säule 3a, doch gewähren einige Kantone begrenzte Abzüge für bestimmte Versicherungsprämien. Sie ist die ideale Ergänzung, sobald die 3a-Beiträge ausgeschöpft sind.

Profi-Tipp: Eröffnen Sie lieber mehrere Säule-3a-Konten statt nur eines. Da Auszahlungen als Einkommen zu einem reduzierten progressiven Satz besteuert werden, lässt sich die Steuerlast bei der Pensionierung durch eine gestaffelte Auszahlung über verschiedene Konten und Steuerjahre hinweg deutlich senken.
Die Lebensphase spielt eine entscheidende Rolle. Frauen, die aufgrund der Familienplanung eine berufliche Auszeit nehmen, weisen häufig Vorsorgelücken in der 2. und 3. Säule auf. Diese Lücken frühzeitig durch Nachzahlungen oder freiwillige Einkäufe zu schließen, ist besonders wichtig für die Vermögensplanung von Frauen in der Schweiz. Für Paare kann die koordinierte Auszahlung über verschiedene Steuerjahre hinweg zudem verhindern, dass sie unnötig in höhere Steuerprogressionen rutschen. Kurz vor der Pensionierung verlagert sich der Fokus von der Ansparphase hin zur Liquiditätsplanung und einer steueroptimierten Auszahlungsstrategie. Für Expats in der Schweiz, ebenso wichtig ist es zu verstehen, welche Säulen gelten und wie Vorsorgelücken entstehen.

Edelmetalle wie Palladium können ebenfalls eine Rolle bei der Diversifizierung des Vorsorgeportfolios innerhalb des freien Vermögens spielen, auch wenn sie eindeutig in die Kategorie der Säule 3b fallen.
Marmot Finance: spezialisierte Vermögensverwaltung für Frauen und Familien in der Schweiz
Marmot Finance ist der einzige von der FINMA akkreditierte Vermögensverwalter in der Schweiz, der sich exklusiv an Frauen und Familien richtet. Während eine allgemeine Finanzberatung die Vorsorgeplanung oft nur als Checkliste abarbeitet, entwickelt Marmot Finance Strategien, die auf der tatsächlichen Lebenssituation der Kundinnen basieren – durch die Kombination von persönlicher Beratung mit digitalen Tools, die präzise auf das Schweizer Vorsorge- und Steuerrecht abgestimmt sind.
Über 350 Frauen haben ihre Finanzplanung bereits mit der Unterstützung von Marmot Finance neu strukturiert. Ob es darum geht, eine Vorsorgelücke zu schliessen, die Einzahlungen in die Säule 3a zu optimieren oder freies Vermögen für langfristiges Wachstum anzulegen: Unser Ansatz ist immer individuell und massgeschneidert. Sprechen Sie mit einer Expertin für eine persönliche Einschätzung Ihrer Vorsorge- und Anlagethemen.
Das Wichtigste in Kürze
Bei der Vorsorge in der Schweiz gilt: Zuerst die Säule 3a maximieren, dann freiwillige Einkäufe in die 2. Säule tätigen und schliesslich in freies Vermögen investieren – immer erst, nachdem eine liquide Notreserve aufgebaut wurde.
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