Vermögensverwaltung in der Schweiz

Nachhaltiges Investieren ist auf dem Vormarsch, und Frauen in der Schweiz gehen dabei voran

April 5, 2020
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Sofie Steinmann
Nachhaltiges Investieren ist auf dem Vormarsch, und Frauen in der Schweiz gehen dabei voran

Die Nachfrage nach ethischen Geldanlagen wächst, und Frauen treiben diese Entwicklung in der Schweiz so sichtbar voran wie nie zuvor in der Finanzgeschichte des Landes. Das Volumen nachhaltiger Anlagen in der Schweiz erreichte 1.940 Milliarden CHF im Jahr 2026, ein Anstieg von 3 % gegenüber dem Vorjahr – und dieser Wandel kommt nicht von ungefähr. Anlegerinnen, motiviert durch eine besondere Kombination aus Werten, Sicherheitsbedürfnis und langfristigem Denken, verändern die Art und Weise, wie die Schweizer Vermögensverwaltungsbranche ihre Produkte entwickelt und vermarktet. Im Folgenden beleuchten wir die Belege für diese Entwicklung, erklären, wie Sie die verschiedenen Labels verstehen, welche praktischen Hürden noch bestehen und welche konkreten Schritte Sie heute unternehmen können.

Was die Daten zeigen: Frauen sind die treibende Kraft für ethische Geldanlagen in der Schweiz

Die Datenlage ist heute fundierter denn je und stützt sich auf spezifische Schweizer Untersuchungen statt auf importierte Annahmen.

Financial analyst reviewing Swiss investment data

UBS Women’s Perspectives 2026 befragte Schweizer Frauen zu ihren finanziellen Prioritäten und stellte fest, dass Sicherheit für 57 % der Befragten das wichtigste Kriterium ist – noch weit vor der Rendite. Diese Präferenz für Stabilität deckt sich direkt mit den Merkmalen vieler ethischer und ESG-Fonds, die tendenziell hochvolatile Sektoren ausschließen und Unternehmen mit einer stärkeren Governance bevorzugen.

Die Analyse von Lombard Odier geht noch weiter und warnt, dass der „Great Wealth Transfer“ Billionen an Vermögenswerten auf Begünstigte übertragen wird, die überproportional Wert auf eine wertebasierte Verwaltung legen. Ein erheblicher Teil dieses Vermögens wird an Frauen übergehen, was eine strukturelle, langfristige Nachfrage nach ethischen Strategien schafft, die sich erst allmählich in den Kapitalflüssen niederschlägt.

Etwa 43 % der Schweizer Bevölkerung zeigen Interesse an nachhaltigen Investitionen, so SIX und Sustainable Finance Geneva; nachhaltiges Investieren wird heute nicht mehr als Nische, sondern als Mainstream betrachtet. Dennoch bleibt die Beteiligungslücke bestehen. Dieselbe UBS-Studie ergab, dass etwa 38 % der Schweizer Frauen angaben, keine Wertpapiere zu besitzen, was bedeutet, dass eine große Gruppe potenzieller ethischer Anlegerinnen den Markt noch nicht erschlossen hat.

StatistikWertQuelle
Schweizer Frauen, die Sicherheit als wichtigstes Finanzkriterium einstufen57%UBS Women’s Perspectives 2026
Schweizer Frauen ohne Wertpapierbesitz38%UBS Women’s Perspectives 2026
Schweizer Bevölkerung mit Interesse an nachhaltigen Anlagen43%SIX / Sustainable Finance Geneva
Nachhaltig verwaltetes Vermögen in der SchweizCHF 1940 MilliardenSwiss Sustainable Finance 2026
Wachstum nachhaltiger Anlagen in der Schweiz im Jahresvergleich3%Swiss Sustainable Finance 2026

Die Gender Lens Initiative for Switzerland (GLIS), koordiniert durch Sustainable Finance Geneva, hat ebenfalls eine zunehmende Aktivität im Bereich Gender Lens Investing dokumentiert, wobei Fachleute darauf hinweisen, dass die Daten zu den tatsächlichen Mittelzuflüssen weiterhin lückenhaft sind. Die Richtung ist klar; die Infrastruktur zur Messung hinkt jedoch noch hinterher.

Infographic showing key statistics on Swiss women's ethical investing

Was „ethisches“ Investieren, „ESG“ und „Impact Investing“ bedeuten und wie man Schweizer Labels versteht

Diese Begriffe werden in Marketingunterlagen oft synonym verwendet, beschreiben jedoch grundlegend verschiedene Ansätze. Wenn Sie die Unterschiede kennen, können Sie gezieltere Fragen stellen und vermeiden, sich von einem Label in die Irre führen zu lassen.

Ethisches Investieren ist die umfassendste Kategorie. Es bedeutet, persönliche oder institutionelle Werte auf Anlageentscheidungen anzuwenden, meist durch den Ausschluss von Sektoren oder Unternehmen, die diesen Werten widersprechen. Zu den häufigen Ausschlüssen gehören Tabak, Waffen, Glücksspiel und die Förderung fossiler Brennstoffe. Der Ansatz basiert weitgehend auf negativen Kriterien: Sie legen fest, was Sie nicht besitzen möchten.

ESG-Investitionen nutzen einen strukturierten Analyserahmen. Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren werden bewertet und in den Anlageprozess integriert, entweder um Unternehmen mit schlechter Performance auszuschließen oder um ein Portfolio auf Unternehmen mit besseren Bewertungen auszurichten. ESG ist eine Methodik, kein Wertebekenntnis. Ein Fonds kann bei ESG-Kennzahlen gut abschneiden und dennoch Unternehmen enthalten, die manche Anleger als problematisch empfinden, da die Bewertung die Managementqualität und das Risikoprofil widerspiegelt und kein moralisches Urteil darstellt.

Impact Investing geht noch einen Schritt weiter. Es zielt neben finanziellen Erträgen auf messbare, positive Ergebnisse ab, typischerweise in Bereichen wie saubere Energie, bezahlbarer Wohnraum oder Zugang zur Gesundheitsversorgung. Von Impact-Fonds wird erwartet, dass sie darüber berichten, was sie tatsächlich erreicht haben, und nicht nur, was sie ausgeschlossen oder wie sie bewertet haben.

Gender Lens Investing ist ein Teilbereich des Impact Investing, der gezielt auf die Gleichstellung der Geschlechter ausgerichtet ist – sei es durch Investitionen in Unternehmen mit starker weiblicher Führung, in Produkte für Frauen oder in Lieferketten, die die wirtschaftliche Teilhabe von Frauen fördern. Die 2X-Kriterien bieten hierfür einen praktischen Messstandard: Sie bewerten die Repräsentation in Führungspositionen, die Zusammensetzung der Belegschaft und den Zugang von Frauen zu Finanzmitteln. Wenn Sie einen Fonds prüfen, der einen Gender-Lens-Ansatz beansprucht, ist die Frage, ob er nach 2X-Kriterien berichtet, ein zuverlässigerer Indikator als das Lesen der Werbetexte.

In der Schweiz hat die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) ESG-Präferenzabfragen zu einem festen Bestandteil des Anlageberatungsprozesses gemacht. Wenn Sie bei einer Schweizer Retailbank ein Konto eröffnen oder überprüfen lassen, werden Sie in der Regel gefragt, ob Sie nachhaltige Optionen wünschen. Die Gestaltung dieses Prozesses ist entscheidend: Opt-out-Voreinstellungen in Beratungsworkflows können die Allokation in als nachhaltig gekennzeichnete Fonds erheblich steigern. Deshalb bleibt eine persönliche Due Diligence wichtig, unabhängig davon, was Ihre Bank empfiehlt.

Achten Sie beim Lesen der Fondsdokumentation auf drei Dinge: die spezifischen Ausschlusskriterien und ob diese mit Ihren Werten übereinstimmen; die Wirkungskennzahlen (Impact Metrics) und ob diese von Dritten verifiziert wurden; sowie die Stewardship-Richtlinie – also die Frage, ob der Fondsmanager tatsächlich seine Stimmrechte ausübt und sich bei ESG-Themen aktiv mit dem Unternehmensmanagement auseinandersetzt. Ein Fonds mit Nachhaltigkeitssiegel, aber ohne Stewardship-Aktivitäten, ist weitgehend eine Marketingmaßnahme.

Warum Frauen eher ethische Anlagen wählen und auf welche Barrieren sie dabei noch immer stoßen

Die Übereinstimmung zwischen den finanziellen Prioritäten von Frauen und ethischem Investieren ist kein Zufall. Sie spiegelt ein konsistentes Muster wider, das sich durch Schweizer und europäische Studien zieht.

Motivationen, die Frauen zu ethischen Optionen bewegen:

  • Eine Vorliebe für Sicherheit und Stabilität, was mit dem geringeren Volatilitätsprofil vieler ESG-gefilterter Fonds korrespondiert
  • Werteorientierung: der Wunsch sicherzustellen, dass das eigene Geld nicht aktiv Aktivitäten finanziert, die im Widerspruch zu persönlichen oder familiären Prinzipien stehen
  • Langfristige Anlagehorizonte, die zu Impact-Strategien passen, deren messbare Ergebnisse oft erst nach Jahren sichtbar werden
  • Generationenübergreifendes Denken, insbesondere der Wunsch, sowohl Vermögen als auch Werte an Kinder oder Enkel weiterzugeben
  • Soziale Prioritäten, einschließlich Klima, Gesundheitswesen und Gleichstellung der Geschlechter, die sich direkt in den thematischen Fonds widerspiegeln, die heute in der Schweiz breit verfügbar sind

Der große Vermögenstransfer (Great Wealth Transfer) verleiht dem eine strukturelle Dimension. Während große Vermögenswerte zwischen den Generationen übergehen, neigen Frauen, die Familienvermögen erben oder mitverwalten, dazu, Portfolios auf wertebasierte Strategien auszurichten. Dies ist kein Randphänomen, sondern ein struktureller Wandel in der Verwaltung von Schweizer und europäischem Vermögen in den nächsten zwei Jahrzehnten. Das Verständnis des Vermögenslebenszyklus von Frauen hilft zu erklären, warum sich diese Präferenzen in bestimmten Lebensphasen verstärken.

Barrieren, die die Teilhabe noch immer einschränken:

  • Eine Wissenslücke bei der Anlageterminologie, die es erschwert, sich in der Dokumentation ethischer Fonds zurechtzufinden
  • Geringeres Vertrauen in die eigene finanzielle Entscheidungsfindung, was laut Studien eher mit niedrigeren Beteiligungsraten als mit mangelnder Kompetenz zusammenhängt
  • Liquiditätsengpässe, insbesondere bei Frauen, die eine Karrierepause eingelegt haben oder in Teilzeit arbeiten, was die Bindung von Kapital in Anlagekonten riskant erscheinen lassen kann; siehe diese Clevere Finanztipps für Alleinerziehende für praktische Tipps zur Budgetplanung
  • Produktjargon, einschließlich der ESG-Bewertungssysteme selbst, die nicht einheitlich sind und für Anleger oft verwirrend sein können
  • Opt-out-Standardeinstellungen bei der Anlageberatung, die dazu führen können, dass nachhaltige Anlagen gewählt werden, die nicht aktiv ausgesucht wurden und daher oft nicht richtig verstanden werden

Profi-Tipp: Wenn Sie neu beim Investieren sind und einen unkomplizierten Einstieg suchen, ist die Schweizer Säule 3a eine Überlegung wert. Viele Anbieter führen mittlerweile nachhaltig gekennzeichnete 3a-Fonds. Durch den Steuerabzug sinken die Einstiegskosten, und die jährliche Beitragsgrenze nimmt Ihnen den Druck, über die Höhe der Investition entscheiden zu müssen.

Wie Schweizer Banken, Vermögensverwalter und Regulierungsbehörden auf die steigende Nachfrage reagieren

Die Schweizer Finanzbranche hat sich bei nachhaltigen Produkten schneller entwickelt, als die meisten Beobachter vor fünf Jahren erwartet hätten. Das Volumen nachhaltiger Anlagen in der Schweiz erreichte 2026 1.940 Milliarden CHF. Diese Zahl spiegelt sowohl echte Produktinnovationen als auch die Umklassifizierung bestehender Anlagen unter neuen Kennzeichnungsrichtlinien wider. Diese Unterscheidung ist wichtig, da nicht das gesamte Wachstum auf frisches Kapital in tatsächlich nachhaltigen Strategien zurückzuführen ist.

Women discussing ethical investments in meeting room

Die Richtlinie der Schweizerischen Bankiervereinigung zu ESG-Präferenzen hat den Standardprozess bei der Kundenberatung verändert. Berater sind nun angehalten, Kunden im Rahmen der Kontoeröffnung und bei jährlichen Überprüfungen nach ihren Nachhaltigkeitspräferenzen zu fragen. In der Praxis führt dies dazu, dass mehr Kunden in nachhaltig gekennzeichnete Fonds investiert werden, als dies bei einer eigenständigen Entscheidung der Fall wäre. Dies erhöht sowohl die offiziellen Zahlen als auch das Risiko, dass die Kennzeichnung nicht mit den tatsächlichen Werten des Kunden übereinstimmt.

Der Kommentar von SSF für 2026 unterstreicht zudem die wachsende Bedeutung naturbezogener Risiken, da Vermögensinhaber zunehmend Netto-Null- und Transitionspläne festlegen. Schweizer Vermögensverwalter veröffentlichen immer häufiger Transitions-Roadmaps und Netto-Null-Verpflichtungen, doch die Qualität dieser Zusagen variiert stark. Anleger sollten nach zeitlich begrenzten Zielen und einer unabhängigen Überprüfung fragen, anstatt ein Netto-Null-Versprechen ungeprüft zu akzeptieren.

Das Risiko von Greenwashing ist real und nicht auf kleinere Anbieter beschränkt. Mehrere große europäische Vermögensverwalter sahen sich in den letzten Jahren mit behördlichen Untersuchungen zur Fondskennzeichnung konfrontiert. In der Schweiz hat die FINMA signalisiert, dass sie den Offenlegungen im Bereich Sustainable Finance mehr Aufmerksamkeit schenkt, was die Standards langfristig verbessern dürfte. Dennoch liegt die Sorgfaltspflicht weiterhin maßgeblich beim Anleger.

Praktische erste Schritte für Frauen in der Schweiz, die ethisch investieren möchten

Für den Einstieg braucht es weder eine große Summe noch ein tiefgreifendes Verständnis von ESG-Ratings. Was Sie brauchen, ist Klarheit über Ihre Werte, ein grundlegendes Verständnis der verfügbaren Kontotypen und ein paar gute Fragen, die Sie vor einer Investition stellen sollten.

Schritt-für-Schritt-Checkliste für den Start:

  1. Klären Sie Ihre Werte und Ziele. Bevor Sie sich ein Produkt ansehen, notieren Sie sich, welche Sektoren oder Aktivitäten Sie ausschließen möchten und welche Ziele Sie unterstützen wollen. Das macht die Fondsauswahl deutlich einfacher und hilft Ihnen zu beurteilen, ob das Angebot eines Anbieters tatsächlich zu Ihren Prioritäten passt.
  2. Prüfen Sie Ihre Möglichkeiten für die Säule 3a. Wenn Sie in der Schweiz angestellt sind und noch kein 3a-Konto nutzen, ist dies der steuerlich effizienteste Einstieg. Mehrere Schweizer Banken und Fintech-Anbieter bieten mittlerweile nachhaltig gekennzeichnete 3a-Fonds an. Die jährliche Beitragsgrenze hält das Engagement überschaubar, während Sie sich einarbeiten.
  3. Überprüfen Sie Ihre bestehende Pensionskasse (Säule 2). Viele Schweizer Pensionskassen haben Nachhaltigkeitsrichtlinien eingeführt oder bieten nachhaltige Anlageoptionen im Rahmen ihrer Vorsorgepläne an. Fragen Sie die Personalabteilung Ihres Arbeitgebers oder direkt bei der Pensionskasse nach, was deren ESG-Richtlinie abdeckt.
  4. Wählen Sie steuerlich effiziente Kontostrukturen. Über die Säule 3a hinaus ist ein herkömmliches Wertschriftendepot bei einer Schweizer Bank oder einem Broker der nächste Schritt. Überlegen Sie, ob Sie ein Vermögensverwaltungsmandat (bei dem ein Manager entscheidet) oder ein selbstverwaltetes Depot bevorzugen, bei dem Sie die Fonds selbst auswählen.
  5. Prüfen Sie Fonds anhand von Wirkungskennzahlen. Achten Sie auf Fonds, die spezifische Ausschlusslisten veröffentlichen, über CO2-Intensität oder SDG-Ausrichtung berichten und eine klare Stewardship-Richtlinie haben. Fragen Sie, ob der Fondsmanager bei ESG-Beschlüssen von seinem Stimmrecht Gebrauch macht.
  6. Beginnen Sie mit einer kleinen Allokation und beobachten Sie sowohl die finanzielle Performance als auch die Wirkungsberichte. Sie müssen nicht Ihr gesamtes Portfolio auf einmal umstellen. Eine maßgeschneiderte Portfoliostrategie kann mit einem einzigen nachhaltig gekennzeichneten Fonds beginnen und mit zunehmendem Vertrauen und Wissen erweitert werden.
  7. Jährlich überprüfen. Nachhaltige Fondslabels und die zugrunde liegenden Anlagen ändern sich. Eine jährliche Überprüfung sowohl der finanziellen Performance als auch der Wirkungsberichte stellt sicher, dass Ihr Portfolio weiterhin Ihren ursprünglichen Absichten entspricht.

Fragen an einen Berater oder Bankvertreter:

  • Wie misst und berichtet dieser Fonds seine Wirkung? Werden diese Kennzahlen von Dritten überprüft?
  • Was ist von diesem Portfolio ausgeschlossen und stimmt die Ausschlussliste mit meinen Werten überein?
  • Übt der Fondsmanager bei ESG-Beschlüssen sein Stimmrecht aus? Kann ich das Abstimmungsverhalten einsehen?
  • Wie hoch sind die laufenden Gesamtkosten und wie schneiden sie im Vergleich zu einem konventionellen Äquivalent ab?
  • Hat dieser Fonds ein Netto-Null- oder Transitionsziel? Ist es zeitlich begrenzt und unabhängig geprüft?

Zu den Gebühren: Nachhaltig gekennzeichnete Fonds in der Schweiz weisen in der Regel laufende Kosten auf, die weitgehend mit aktiv verwalteten konventionellen Fonds vergleichbar sind, wobei es deutliche Unterschiede gibt. Die Frage der Performance ist differenzierter. Von Reuters veröffentlichte Untersuchungen ergaben, dass eine positive ESG-Performance weltweit tendenziell die Rendite verbessert, wobei die Ergebnisse je nach Sektor, Zeitraum und Definition von ESG variieren. Die Belege stützen nicht die Annahme, dass ethisches Investieren finanzielle Einbußen erfordert, garantieren aber auch keine Outperformance.

Profi-Tipp: Testen Sie eine Strategie zunächst mit einem kleinen Anteil, etwa 10–15 % Ihres investierbaren Vermögens, und verfolgen Sie sowohl die finanzielle Rendite als auch den Wirkungsbericht über 12 Monate. So erhalten Sie echte Daten darüber, ob der Fonds hält, was er verspricht, bevor Sie weiteres Kapital binden. Für praktische Anleitungen zu Schritten zur finanziellen Unabhängigkeitsind die Ressourcen von Marmot Finance eine nützliche Ergänzung für diesen Prozess.

Wie Marmot Finance Frauen bei ethischen Geldanlagen unterstützt

Marmot Finance ist ein von der FINMA zugelassener Vermögensverwalter, der speziell für Frauen und Familien in der Schweiz konzipiert wurde. Diese Akkreditierung ist in der Praxis von Bedeutung: Sie bedeutet, dass Marmot unter der Aufsicht der Schweizer Finanzmarktaufsicht steht und die damit verbundenen Verpflichtungen zum Kundenschutz einhält – es handelt sich dabei nicht um ein reines Marketingversprechen.

Der Ansatz des Unternehmens kombiniert persönliche Beratung mit digitalen Tools. Dies entspricht dem Profil vieler Anlegerinnen, die verstehen möchten, was sie besitzen und warum, anstatt die Verwaltung einfach an einen Manager zu delegieren, von dem sie nur selten hören. Zu den Dienstleistungen im Bereich ethisches Investieren gehören eine fachkundige Vermögensverwaltung mit werteorientierter Portfolio-Strukturierung, Säule 3a- und Vorsorgeplanung, Finanzcoaching sowie das „Money Makeover Quiz“, das Kundinnen hilft, ihre finanzielle Situation und Prioritäten zu klären, bevor sie Anlageentscheidungen treffen. Über 350 Frauen haben bereits mit Marmot Finance zusammengearbeitet, um ihre finanzielle Situation neu zu strukturieren. Das Unternehmen verwaltet Konten in CHF, EUR und USD für Schweizer und europäische Kundinnen.

Für Frauen, die ihre Investitionen mit ihren Werten in Einklang bringen möchten, ist der logische erste Schritt ein Gespräch mit dem Expertenteam für Vermögensverwaltung von Marmot, bei dem nicht ein Produktkatalog, sondern Ihre Ziele und Werte im Mittelpunkt stehen.

Dieser Artikel bietet allgemeine Informationen über ethisches Investieren in der Schweiz und stellt keine persönliche Finanz- oder Anlageberatung dar. Bitte konsultieren Sie einen qualifizierten Finanzberater oder prüfen Sie die aktuellen Vorschriften bei den zuständigen Schweizer Behörden für Ihre spezifische Situation.

Die wichtigsten Erkenntnisse

Frauen sind die treibende Kraft hinter der wachsenden Nachfrage nach ethischen Geldanlagen in der Schweiz. Aufgrund struktureller Faktoren, Sicherheitsbedürfnissen, intergenerationaler Vermögensübertragung und der Ausrichtung an persönlichen Werten wird diese Nachfrage weiter steigen.

PunktDetails
Ethische Geldanlagen sind in der Schweiz im Mainstream angekommenDas Volumen nachhaltiger Anlagen in der Schweiz erreichte 2026 einen Höchststand und spiegelt ein stetiges jährliches Wachstum wider.
Frauen priorisieren Sicherheit vor RenditeFür 57 % der Schweizer Frauen steht Sicherheit an erster Stelle bei Finanzentscheidungen, was hervorragend mit ESG-Strategien harmoniert.
Es besteht weiterhin eine große Beteiligungslücke38 % der Schweizer Frauen besitzen keine Wertpapiere, was bedeutet, dass das Potenzial für ethische Geldanlagen noch weitgehend ungenutzt ist.
Säule 3a ist der einfachste EinstiegSteuerbegünstigt, mit Beitragsgrenzen und mittlerweile breit verfügbar mit nachhaltig zertifizierten Fondsoptionen.
Marmot Finance bietet FINMA-akkreditierte BeratungFrauen und Familien in der Schweiz erhalten bei Marmot Finance Zugang zu werteorientierter Portfolioverwaltung und Vorsorgeplanung.

Warum diese Bewegung mehr als nur ein Trend ist

Frauen als „ethische Anlegerinnen“ zu bezeichnen, greift oft zu kurz. Die Schweizer Daten zeigen vielmehr, dass Frauen bei Kapitalanlagen einen längeren Zeithorizont verfolgen, eine klarere Vorstellung davon haben, welche Wirkung ihr Geld erzielen soll, und eine geringere Toleranz gegenüber Intransparenz bei der Vermögensverwaltung aufweisen. Das sind keine bloßen Vorlieben, sondern die Merkmale einer disziplinierten Anlagestrategie.

Die Branche hat dies nur langsam erkannt. Jahrelang wurden nachhaltige und ethische Produkte als Nische für Idealisten positioniert, die bereit waren, geringere Renditen in Kauf zu nehmen. Diese Einordnung war schon immer fragwürdig, und die Faktenlage hat sie weitgehend widerlegt. Interessanter ist, dass Frauen die Entwicklung bereits richtig einschätzten, bevor die Daten dies belegten. Die in der UBS-Studie 2026 dokumentierte Sicherheitsorientierung ist keine Risikoaversion im negativen Sinne, sondern ein Streben nach Resilienz – genau das, was gut konzipierte ESG-Strategien bieten sollen.

Die Lücke zwischen den 43 % der Schweizer Bevölkerung, die Interesse an nachhaltigen Anlagen bekunden, und dem deutlich kleineren Anteil, der tatsächlich ein werteorientiertes Portfolio aufgebaut hat, ist kein reines Produktproblem. Es ist ein Problem der Beratung und des Vertrauens. Um diese Lücke zu schließen, braucht es Berater, die die finanziellen Prioritäten von Frauen als Anlagekriterien ernst nehmen – und nicht als Lifestyle-Entscheidungen, die erst nach den eigentlichen Finanzentscheidungen berücksichtigt werden. Genau hier setzt Marmot Finance an.

Marmot Finance: Experten-Vermögensverwaltung für Frauen in der Schweiz

Wenn Sie als Frau, Familie oder internationaler Kunde Fragen zur Schweizer Vorsorge oder Steuerplanung haben und ein Portfolio aufbauen möchten, das sowohl Ihre finanziellen Ziele als auch Ihre Werte widerspiegelt, bietet Marmot Finance einen strukturierten, FINMA-akkreditierten Weg. Das Unternehmen betreut Kunden in der Schweiz und Europa und verwaltet Konten in CHF, EUR und USD mit Fokus auf langfristige finanzielle Sicherheit statt kurzfristiger Renditejagd.

Der Expert Wealth Management Service ist der ideale Ausgangspunkt: ein Gespräch darüber, wo Sie stehen, was Sie mit Ihrem Geld erreichen möchten und wie Sie ein Portfolio aufbauen, das langfristig Bestand hat. Ohne Fachjargon, ohne Druck und ohne die Annahme, dass Sie bereits alle Antworten kennen.

Nützliche Quellen für weiterführende Informationen

Dies sind die Primärquellen für die Aussagen in diesem Artikel und die besten Anlaufstellen, wenn Sie Zahlen überprüfen oder tiefer in die behandelten Themen eintauchen möchten.

UBS Women’s Perspectives 2026 – Die detaillierteste Schweizer Studie zu den finanziellen Prioritäten und dem Anlageverhalten von Frauen, durchgeführt von gfs.bern für UBS. Pflichtlektüre, um die hier beschriebene Sicherheitsorientierung zu verstehen.

Swiss Sustainable Finance: Schweizer Marktstudie Nachhaltige Anlagen 2026 – Die maßgebliche jährliche Marktstudie zu nachhaltigen Anlagen in der Schweiz, die das verwaltete Vermögen, Wachstumstrends und aufkommende Themen wie naturbezogene Risiken und Netto-Null-Übergangspläne abdeckt.

SIX: Sustainable Investing Trends – Der Überblick von SIX und Sustainable Finance Geneva zur Verbreitung nachhaltiger Anlagen in der Schweiz, einschließlich der 43%-Interessensquote und Kommentaren zur ESG-Präferenzrichtlinie der SBA.

Lombard Odier: Denken Anlegerinnen wirklich anders? – Ein fundierter Kommentar zu den Anlagepräferenzen von Frauen und den strukturellen Auswirkungen des großen Vermögenstransfers auf die wertebasierte Vermögensverwaltung.

Gender Lens Initiative for Switzerland (Sustainable Finance Geneva) – GLIS-Ressourcen zum Thema Gender Lens Investing in der Schweiz, einschliesslich des 2X-Kriterienrahmens und der jährlichen Tätigkeitsberichte. Hilfreich für alle, die geschlechterorientierte Fondsanlagen prüfen.

Reuters: Studie zu ESG-Performance und Renditen (2022) – Eine Zusammenfassung globaler Forschungsergebnisse zum Zusammenhang zwischen ESG-Performance und Anlagerenditen, die nützliche Kontextinformationen für den Abschnitt zu Performance-Erwartungen liefert.

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Dieser Artikel dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Entscheidungen bezüglich Ihres Portfolios sollten auf Ihren persönlichen Umständen, Ihrer Risikobereitschaft, Ihren Liquiditätsbedürfnissen und professioneller Beratung basieren.

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